Fußball-Bundesliga

Keine Meister-Party? Kompany schiebt Bayern-Fokus weiter

Vincent Kompany will auch bei einer Meisterentscheidung am Sonntagabend nur verhalten feiern.

Vincent Kompany will auch bei einer Meisterentscheidung am Sonntagabend nur verhalten feiern.

Von dpa

Eine Sache stellt Coach Vincent Kompany vor der möglichen Entscheidung in der Bundesliga klar. Eine Party seiner Bayern-Fußballer soll es nicht geben - zumindest an diesem Wochenende nicht. „Wir sind jetzt in einer Phase dieser Saison, wo wir alle damit leben können, dass wir noch ein bisschen warten, bis wir feiern“, sagte der Belgier. Die Münchner haben schließlich neben der - de facto längst eingetüteten - Meisterschaft auch noch die glänzenden Trophäen im DFB-Pokal und der Champions League im Visier.

Die Rechnung vor dem 30. Spieltag ist einfach: Wenn Bayern im Heimspiel am Sonntagabend (18.30 Uhr/DAZN) gegen den VfB Stuttgart mehr Punkte holt als Borussia Dortmund einen Tag davor auswärts in Hoffenheim, dann ist der 35. Titel rechnerisch fix. Holen der Tabellenführer und der zweitplatzierte BVB gleich viele Zähler, dann gehen die Münchner mit zwölf Punkten Vorsprung und einem exorbitant besseren Torverhältnis in die finalen vier Partien.

Trainer Kompany berichtete sichtbar zufrieden, dass selbst in der Mannschaft die Triple-Träume über dem Wunsch nach einer frühen Meisterfeier stehen. „Die Spieler haben sogar selber schon angegeben, dass der Fokus auf Leverkusen ist nach dem Spiel, egal was passiert“, sagte er. Drei Tage nach der Bundesliga-Partie gegen Stuttgart steht auswärts bei Bayer das Halbfinale im DFB-Pokal an. Und wiederum knapp eine Woche danach folgt das Halbfinal-Hinspiel in der europäischen Königsklasse bei Paris Saint-Germain.

„Also hoffentlich wird am Ende gefeiert, aber wie oft und wie groß diese Feier ist, das wird jetzt alles entschieden. Und deswegen ist es für uns ist jetzt kein Problem, ein bisschen Geduld zu haben“, sagte Kompany.

Nach dem famosen Erfolg über Real (4:3) sind die Münchner das Team der Stunde in der Champions League und heiß auf das Kräftemessen mit Titelverteidiger PSG. Nach den Fan-Vorfällen aus dem Madrid-Match glauben die Bayern-Bosse übrigens nicht an eine heftige Strafe, im schlimmsten Fall sogar die Sperrung der gesamten Südtribüne. „Die Sorge ist nicht groß“, sagte Sportdirektor Christoph Freund zu den laufenden UEFA-Ermittlungen.

Dies wäre ein heftiger Stimmungsdämpfer für die Münchner, bei denen sportlich derzeit alles nach Plan läuft. Bis auf die Jungstars Lennart Karl und Tom Bischof sowie Ersatztorhüter Sven Ulreich seien alle Spieler vor der finalen Saisonphase fit, schilderte Kompany.

Nun können sich die Münchner leisten, gegen Stuttgart zu rotieren. „Wir werden den Kader nutzen, weil wir das müssen“, sagte der Coach und rief dies sogleich zum Sondercasting aus. Spiele wie gegen den VfB böten vermeintlichen Ersatzspielern die Chance, für sich zu werben. „Die kommen auf den Platz und die wollen zeigen, ich möchte gerne der Mannschaft helfen, in ein Finale zu kommen und dann im Finale vielleicht auch auf dem Platz stehen. Und genau diese Konkurrenz ist unsere Stärke.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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