Kommunen

Augsburgs neuer OB Freund startet mit Vierer-Bündnis

Der neue Rathauschef von Augsburg, SPD-Mann Florian Freund, hat für die kommenden sechs Jahre ein Bündnis geschmiedet. (Archivfoto)

Der neue Rathauschef von Augsburg, SPD-Mann Florian Freund, hat für die kommenden sechs Jahre ein Bündnis geschmiedet. (Archivfoto)

Von dpa

Etwas mehr als einen Monat nach der Oberbürgermeister-Stichwahl hat der künftige Augsburger Rathauschef Florian Freund (SPD) ein Bündnis für die kommenden sechs Jahre geschnürt. Die Sozialdemokraten wollen dafür mit der CSU als stärkster Fraktion sowie den Freien Wählern und der örtlichen Wählerinitiative Generation Aux zusammenarbeiten.

„Es ist keine Koalition im klassischen Sinne“, sagte Freund bei der Vorstellung der Kooperation. In der Vereinbarung der vier Gruppen wird betont, dass die Partner gemeinsame Ziele definiert hätten, dabei aber auch ein Stück weit eigenständig blieben.

Freund hatte bei der OB-Stichwahl in Bayerns drittgrößter Stadt überraschend der Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) den Posten abgenommen. Bei der vorangehenden Stadtratswahl hatte die CSU im März fast sieben Prozentpunkte eingebüßt und war damit neben den Grünen der größte Verlierer der Wahl. Bislang hatte in Augsburg ein schwarz-grünes Bündnis regiert.

Das künftige Bündnis verfügt nur über eine knappe Mehrheit im Stadtrat. Freund hofft auf zusätzliche Unterstützung von mehreren Einzelstadträten, mit denen er ebenfalls gesprochen habe.

Eines der Themen des neuen Bündnisses ist die Verbesserung des Nahverkehrs. Unter anderem sollen die Straßenbahnen künftig deutlich häufiger im Fünf-Minuten-Takt fahren, was eines der zentralen Wahlkampfversprechen Freunds war. Die dafür zusätzlich nötigen Fahrerinnen und Fahrer könnte man auch dadurch gewinnen, dass man Studierende dafür ausbildet, sagte er. Die Tramfahrer-Ausbildung ginge relativ zügig, so dass Studierende dann als Teilzeitkräfte die Stammbelegschaft entlasten könnten.

Geerbt hat Freund unter anderem das Problem der teuren und seit vielen Jahren laufenden Staatstheater-Sanierung. Die Kosten haben sich mittlerweile auf 420 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Sanierung werde zu Ende geführt, heißt es in der Kooperations-Vereinbarung.

Zuletzt musste die Stadt auch die beliebte Freilichtbühne wegen Baumängeln schließen. Hier ist geplant, die Open-Air-Bühne schnellstmöglich zu modernisieren, eventuell in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb. Die Freilichtbühne sollte zügig wieder bespielt werden können, auch weil sie wichtige Umsätze für das Staatstheater bringe, sagte Freund.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Folgen Sie Themen dieses Artikels:

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein Idowa

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.