Migrationspolitik
Asyl-Zahlen in Bayern sinken - Herrmann sieht Entlastung für Kommunen

Daniel Löb/dpa
Bayerns Innenminister sieht eine erste Entlastung für die Kommunen bei der Asyl-Unterbringung. (Archivbild)
Angesichts sinkender Asylbewerberzahlen und steigender Abschiebe- und Ausreisezahlen sieht Innenminister Joachim Herrmann (CSU) inzwischen spürbare Entlastungen für Bayerns Kommunen. Zwar brauchte es zum Jahreswechsel immer noch rund 124.500 Unterkunftsplätze - das waren aber 13.500 weniger als ein Jahr zuvor. Das sei eine Entlastung, die direkt vor Ort ankomme, sagte Herrmann bei der Vorstellung einer umfassenden Asyl-Bilanz der Staatsregierung.
Dabei zog er ein durchweg positives Fazit: „Die Asylwende ist in vollem Gange“, sagte er: Die Asylzugangszahlen hätten sich halbiert und gingen weiter zurück. Diesen Trend sehe man besonders deutlich seit der weiteren Verstärkung der Grenzkontrollen durch die schwarz-rote Bundesregierung und dem Beginn von Zurückweisungen auch von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen. Die Zeit der „naiven Migrationspolitik“ sei vorbei.
Aber: Schon von 2023 auf 2024, also vor Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung, waren die Asyl-Zugangszahlen um 37 Prozent gesunken. Asyl-Experten sehen die Veränderung der politischen Lage in Syrien - lange Zeit Herkunftsland Nummer eins für Asylbewerber in Deutschland - als Hauptgrund für den Rückgang.








