München

Antisemitismusbeauftragter ermittelt nach Angriff

Bei dem Angriff gingen Fensterscheiben zu Bruch.

Bei dem Angriff gingen Fensterscheiben zu Bruch.

Von dpa

Nach dem mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf ein israelisches Restaurant in München hat der zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit, wo der Beauftragte angesiedelt ist.

Ermittler und Betreiber gehen von einem antisemitischen Motiv aus. Verletzt wurde niemand, der oder die Täter wurden zunächst nicht gefasst.

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die Schaufensterscheiben gewaltsam beschädigt und pyrotechnische Gegenstände in das Restaurant geworfen“, teilte die Polizei mit. „Um welche Art es sich dabei handelte, ist Gegenstand der Ermittlungen.“ Der Sachschaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Staatsschutz und Generalstaatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen.

Staatsschutz und Generalstaatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen.

Der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), verurteilte den Angriff als einen „feigen Übergriff“ auf einen „wunderbaren Ort der Begegnung“. Am späten Nachmittag solle es eine Solidaritätskundgebung gemeinsam mit den Betreibern vor dem Restaurant geben.

„Dieser Anschlag ist kein Einzelfall, sondern Teil eines gefährlichen Trends, den wir seit dem 7. Oktober 2023 sehen: wachsender Hass gegen Juden - offen, aggressiv, enthemmt“, sagte Gady Gronich, Generalsekretär der in München ansässigen Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER). „Ein Angriff auf ein jüdisches Restaurant ist feige und ein Angriff auf unser Zusammenleben. München war bislang ein sicherer Ort für Juden und es muss es bleiben.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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