Kommunalwahl
Aiwanger: Erfolg in Kommunen Steilvorlage für Landtagswahl

Lennart Preiss/dpa
Hubert Aiwanger, Parteichef der Freien Wähler, sieht die Erfolge bei der Kommunalwahlen auch als Steilvorlage für die Landtagswahl 2028 in Bayern.
Parteichef Hubert Aiwanger sieht die Erfolge seiner Freien Wähler bei den zurückliegenden Kommunalwahlen in Bayern auch als Steilvorlage für die Landtagswahl 2028. „Wir wollen unsere Position auch als zweitstärkste Landtagskraft verteidigen“, betonte er am Tag nach der Stichwahl.
Er werde sich „nichts heraushängen“ lassen, kündigte Aiwanger an. Er stehe für einen konstruktiven Politikstil, auch gegenüber dem Koalitionspartner CSU. Es sei keine Zeit für gegenseitige Scharmützel. „Jetzt ist Zeit, nach dem Feiern zu arbeiten“, sagte Aiwanger.
Die Freien Wähler stellen in 28 Landkreisen den Landrat oder die Landrätin und in vier kreisfreien Städten oder Großen Kreisstädten den Oberbürgermeister. Die Zahl der Landratsposten wurde verdoppelt. Der Erfolg sei auf die Qualität der Kandidaten vor Ort zurückzuführen. „Als i-Tüpfelchen kommt durchaus die landespolitische Strömung dazu, ob man dann 49 oder 51 hat, wird durchaus durch überregionale Trends mitbestimmt.“
Für die Zukunft kündigte der Parteichef auch strukturelle Veränderungen in seiner Partei an. „Das ist noch nicht das Ende der Freien-Wähler-Entwicklung“, sagte Aiwanger. Er plane, etwa mehr hauptamtliche Mitarbeiter in der Fläche einzusetzen, um nicht mehr so stark wie bisher auf die freiwillige Hilfe von Ehrenamtlern angewiesen zu sein. Auf diese Weise soll die strukturelle Lücke zu anderen Parteien verkleinert werden.
Die zuletzt umstrittene Zweigleisigkeit im kommunalen Rahmen, wo einerseits Kandidaten der Freien Wähler, andererseits auch solche von kommunalen Wählergruppierungen in Verbindung mit der Partei Freie Wähler antreten, soll erhalten bleiben.








