Mittlere Großstädte
ADAC-Analyse: Autofahrerfrust in mittleren Großstädten

Carsten Linnhoff/dpa
Eine Radfahrerin in Münster. In der westfälischen Stadt ist die Zufriedenheit mit der Verkehrssituation laut ADAC höher als in allen anderen Mittelgroßstädten. (Symbolbild)

In Deutschlands Großstädten - ohne die Metropolen - sind nach einem groß angelegten Vergleich des ADAC nur die Autofahrer mit der örtlichen Verkehrssituation im Schnitt unzufrieden. Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Fahrgäste sind laut ADAC demnach eher zufrieden. In der „Mobil in Mittelgroßstädten“ getauften Untersuchung ist der Gesamtindex im Vergleich zur vorangegangenen Untersuchung 2021 allerdings von 21 auf 17 Punkte gesunken - das mögliche Bestergebnis wären 100 Punkte.
Gegliedert nach Verkehrsmitteln, sind Fußgänger und ÖPNV-Fahrgäste mit einem Indexwert von plus 28 am zufriedensten, gefolgt von Radfahrern mit plus 20. Anders sieht es bei der autofahrenden Bevölkerung aus: Mit einem Wert von minus 9 überwiegt die Unzufriedenheit. Wer hinter dem Steuer sitzt, ärgert sich demnach häufig über Baustellen, Staus, Straßenzustand, E-Scooter- und Fahrradfahrer sowie teure Parkgebühren. E-Scooter-Fahrer sind laut Umfrage auch bei Radfahrern und Fußgängern unbeliebt.
Münsteraner an der Spitze
Der Autoclub befragte 11.600 Menschen in 29 Großstädten - Einwohner, Pendler und Besucher - mit weniger als 500.000 Einwohnern nach ihrer Einschätzung, wie gut oder schlecht sie vorankommen - ob mit Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder zu Fuß.
Am zufriedensten sind die Einwohner Münsters mit einem Indexwert von 32 Punkten. Die Bewohner der früheren Hauptstadt Westfalens erteilten wie 2021 im Schnitt die besten Noten. Allerdings landete auch eine Stadt in NRW am anderen Ende der Tabelle auf dem letzten Platz: Oberhausen. In vier Städten - Mönchengladbach, Kiel, Potsdam und Karlsruhe - ist die Zufriedenheit gewachsen, in drei weiteren - Erfurt, Augsburg und Bielefeld - unverändert, und in den restlichen neunzehn gesunken.








