Musik gegen Spritpreisfrust

Super, Diesel, Disco - Hier wird der Preisschock weggetanzt

Gute Laune will der Inhaber eine Tankstelle verbreiten.

Gute Laune will der Inhaber eine Tankstelle verbreiten.

Von dpa

An einer Tankstelle im baden‑württembergischen Albstadt kann man seinen Frust über die hohen Spritpreise mit Musikhören, Tanzen und Häppchen vertreiben. Betreiber Stefan Blaier hat seine Tanke im Zollernalbkreis in einen kleinen Club verwandelt - und „Sound Tanken“ getauft. Mehrmals am Tag und einmal im Monat wird richtig aufgedreht - los geht es um 7.00 Uhr und bis längstens 22.00 Uhr. Serviert werden auch Getränke. „Alkoholfrei natürlich. Das wäre ja noch schöner“, sagt Blaier.

„Die Leute kommen morgens ohnehin zum Tanken, also können sie noch Sound Mittanken“, erzählt Blaier über die Entstehung der Idee, aus einer Tankstelle eine Art Disco und Ort der positiven Haltung zu machen. „Die Ausgehkultur in Deutschland ist komisch geworden, die Leute gehen nicht mehr weg, sie sitzen daheim“, sagt Blaier. Hinzu kamen die steigenden Spritpreise und die miese Laune beim Tanken darüber. „Wir sind so verbohrt geworden.“

Nicht nur schweigend bezahlen, sondern die Tankstelle als Treffpunkt sehen.
Nicht nur schweigend bezahlen, sondern die Tankstelle als Treffpunkt sehen.
Nicht nur schweigend bezahlen, sondern die Tankstelle als Treffpunkt sehen.
Tanken macht mit Musik mehr Spaß.
Tanken macht mit Musik mehr Spaß.
Tanken macht mit Musik mehr Spaß.

Morgens um 7.00 Uhr geht es los mit der Musik bis gegen 11.30 Uhr. Nachmittags und abends dasselbe. „Abends wollen wir, dass die Leute kommen, um zu feiern und zu tanzen.“ Bei gutem Wetter legt Blaier im Außenbereich mit einem Freund als DJ auf, zwischen den Zapfsäulen bläst eine Anlage Beats durch die Luft.

Andre Doster, Kunde der Tankstelle, sagt zur Aktion: „Das ist eine starke Idee.“ Die Spritpreise seien dagegen alles anders als schön. Das Tanken mache mit Musik aber mehr Spaß, obwohl es dem Geldbeutel immer noch weh tue.

Kundin Jacqueline stimmt ihm zu. „Es hat mich gleich vom Hocker gerissen, da bleibt einem fast nichts anderes übrig, als zu tanzen“, sagt sie. Leider mache die Musik die Spritpreise nicht erträglicher. „Aber ich muss sagen: Es macht natürlich schon mehr Freude jetzt zu tanken, und dann vergisst man auch mal, wie teuer der Sprit gerade tatsächlich ist“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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