Mobilität
Schneider: Fördergeld für E-Autos reicht auch 2027

Sebastian Kahnert/dpa/dpa-tmn
Das Geld für die Elektroauto-Förderung wird laut Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) noch eine Weile reichen (Symbolbild).

Trotz der starken Nachfrage nach der Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos steht nach Angaben von Bundesumweltminister Carsten Schneider noch genug Geld auch für das kommende Jahr bereit. „Wer sich jetzt für die Anschaffung eines batterieelektrischen Fahrzeugs entscheidet und die Fördervoraussetzungen erfüllt, muss sich auch mit Blick auf das kommende Jahr keine Sorgen machen, dass die Fördermittel nicht mehr ausreichen“, sagte der SPD-Politiker der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“.
Minister will bei Kürzungen rechtzeitig informieren
„Sobald sich abzeichnet, wann die verfügbaren Fördermittel voraussichtlich ausgeschöpft sein werden, werden wir darüber frühzeitig informieren. Denn die Leute sollen bereits bei ihrer Kaufentscheidung ausreichend Planungssicherheit haben und sich darauf einstellen können, ob sie für ihr Fahrzeug noch eine Förderung erhalten können“, versprach Schneider.
Die Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach früheren Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge und sind grundsätzlich für den Zeitraum von 2026 bis 2029 gedacht.
Anteil chinesischer Fahrzeuge zwischen 9 und 17 Prozent
Eine Einschränkung der Kaufprämie für Elektroautos aus chinesischer Produktion soll es demnach vorerst nicht geben. „Kurzfristige Änderungen am Förderprogramm sind derzeit nicht vorgesehen“, sagte Schneider. „Worauf wir uns in der Koalition bereits verständigt haben, ist die Einführung europäischer Wertschöpfungskriterien. Sobald die Bundesregierung entsprechende europarechtskonforme Regelungen erarbeitet hat, werden wir diese in unser laufendes Förderprogramm integrieren.“ Aussagen, wann das sein könnte, machte Schneider nicht.
„Dass sich mehr Menschen als früher für chinesische Fahrzeuge entscheiden, ist ein weltweiter Trend“, erklärte Schneider. Er sei optimistisch, dass der Marktanteil chinesischer Hersteller begrenzt bleibe. Bei den geförderten Fahrzeugen liege er derzeit zwischen 9 und 17 Prozent, je nachdem, ob man Gemeinschaftsunternehmen als chinesisch werte oder nicht.








