Facebook und Instagram

Prozess gegen Meta wegen App-Nutzung durch Kinder begonnen

In dem Prozess in Oakland geht es um die Nutzung von Meta-Apps durch Kinder. (Archivbild)

In dem Prozess in Oakland geht es um die Nutzung von Meta-Apps durch Kinder. (Archivbild)

Von dpa

Für den Facebook-Konzern Meta hat ein potenziell folgenschwerer Prozess begonnen, in dem es um die Nutzung seiner Apps durch Kinder geht. Mehrere US-Bundesstaaten werfen dem Unternehmen vor, Kinder bewusst zu einer ausufernden Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben. Zugleich habe Meta Risiken vor Eltern und der Öffentlichkeit verborgen. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

Der Prozess vor Geschworenen im kalifornischen Oakland begann am Dienstag mit den Eröffnungsplädoyers. Die von Kalifornien angeführten Bundesstaaten streben Geldstrafen sowie Auflagen zur Änderung des Geschäftsmodells an.

Meta behauptete vor einigen Monaten in einem Gerichtsdokument, die von den Bundesstaaten geforderten Strafen könnten sich auf 1,4 Billionen Dollar (aktuell 1,2 Billionen Euro) belaufen und damit die Existenz des Unternehmens bedrohen. Anwälten der Klägerseite zufolge könnte es eher um einen Betrag von etwa 200 Milliarden Dollar gehen. Meta nennt die Vorwürfe unbegründet und die finanziellen Forderungen unangemessen.

Serie von Rückschlägen für Meta

Meta hatte zuletzt mehrere empfindliche Niederlagen vor US-Gerichten einstecken müssen. So soll der Konzern nach einer Gerichtsentscheidung im Bundesstaat New Mexico mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen an Kinder zahlen, die durch Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben. Zudem müssen in dem Bundesstaat zusätzliche Einschränkungen für Nutzer im Alter unter 18 Jahren eingeführt werden: Unter anderem sollen sie bei Facebook und Instagram maximal 90 Stunden pro Monat verbringen können. Meta will in Berufung gehen.

Im März verloren Meta und die Google-Videoplattform YouTube einen potenziell wegweisenden Prozess um das Suchtpotenzial von Online-Diensten. Geschworene in Los Angeles kamen zu dem Schluss, dass die Plattformen fahrlässig handelten und Nutzer ungenügend über Risiken informierten. Auch dieses Urteil wollen die Unternehmen kippen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.