Aufwärtstrend hält an
Privates Geldvermögen steigt auf Rekordniveau

Monika Skolimowska/dpa
Nächste Rekordmarke geknackt: Das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland wächst seit Jahren stetig. (Symbolbild)
Die Menschen in Deutschland werden in Summer immer reicher. Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg im dritten Quartal 2025 auf 9.389 Milliarden Euro, teilte die Bundesbank in Frankfurt mit. Selbst preisbereinigt habe das Geldvermögen einen neuen Höchststand erreicht.
Gemessen am Vorquartal nahm demnach das nominale Geldvermögen um 165 Milliarden Euro zu. Ein wichtiger Grund: Die Menschen profitierten vom Anstieg der Aktienmärkte. Bei Aktien und sonstigen Anteilsrechten bezifferte die Bundesbank den Zuwachs auf 47 Milliarden Euro. „Trotz Handelsspannungen und geopolitischen Unsicherheiten erreichten US-Aktien Höchststände, auch europäische Aktien legten zu.“ Der deutsche Leitindex etwa hat 2025 um 23 Prozent zugelegt.
Allerdings ist hierzulande gemessen an der Bevölkerung ab 14 Jahren nur jeder Fünfte direkt oder indirekt am Aktienmarkt investiert, wie Zahlen des Deutschen Aktieninstituts zeigten. Viele Menschen parken Geld auf gering verzinsten Tages- oder Festgeldkonten, wo das Geld nach Abzug der Inflation an Wert verliert.
Nach den Zahlen der Bundesbank bauten die privaten Haushalte im dritten Quartal sowohl Bargeld (plus 11 Milliarden Euro) als auch Sichteinlagen auf, etwa Gelder auf dem Girokonto (plus 23 Milliarden Euro).
Erst kürzlich hatte die DZ Bank für das Gesamtjahr 2025 einen Anstieg des Geldvermögens auf den Rekord von 10,03 Billionen Euro hochgerechnet. Für 2026 prognostizierte das Institut einen weiteren Anstieg um gut fünf Prozent auf 10,5 Billionen Euro.
Sowohl die Bundesbank als auch die DZ Bank berücksichtigen in ihren Analysen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Immobilien werden nicht eingerechnet.
Das gewaltige Geldvermögen in Deutschland ist nach früheren Angaben der Bundesbank ungleich verteilt. Etwa die Hälfte entfällt auf die vermögendsten zehn Prozent: etwa vier Millionen Haushalte. Dort mehrt sich das Vermögen kräftiger, weil sie im Schnitt stärker in Aktien und Fonds investieren als ärmere Haushalte. Am unteren Ende der Skala finden sich laut Bundesbank etwa 20 Millionen Haushalte, auf die nur acht Prozent des Geldvermögens entfällt.








