Flugausfälle

Pilotengewerkschaft kündigt erneute Streiks bei Lufthansa bis Freitag an

Lufthansa-Passagiere müssen sich auf neue Flugausfälle einstellen: Die Pilotengewerkschaft VC ruft erneut zum Streik auf. Rund 800 Flüge wurden für Mittwoch und Donnerstag bereits annulliert.

Die Pilotengewerkschaft VC ruft zur nächsten Streikrunde bei Lufthansa auf. (Archivbild)

Die Pilotengewerkschaft VC ruft zur nächsten Streikrunde bei Lufthansa auf. (Archivbild)

Von dpa

Bei der Lufthansa reißt die Serie an Streiks nicht ab. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigt weitere Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa, der Tochter CityLine und dem Ferienflieger Eurowings an. Damit müssen sich Passagiere erneut auf Flugausfälle einstellen. Zugleich schlägt VC ein Schlichtungsverfahren vor, wie die Gewerkschaft in Frankfurt mitteilte.

Der neuerliche Streik soll bei Deutsche Lufthansa AG, der Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo und CityLine am Donnerstag und Freitag stattfinden. Bestreikt werden sollen Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten. Ausgenommen sind Flüge zu Zielen im Nahen Osten. Der Ferienflieger Eurowings wird zudem am Donnerstag bestreikt.

Von den 880 geplanten Starts und Landungen am Mittwoch am Terminal 1 und 2 seien 380 abgesagt worden, sagte eine Sprecherin. Am Donnerstag seien rund 410 der rund 910 geplanten Starts und Landungen annulliert worden.

Streiks sollen bis Freitag anhalten

„Die Lage ist unverändert - es gibt keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber“, kritisierte Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Weder liegt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa CityLine ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag oder bei Eurowings zur betrieblichen Altersversorgung.“ Die Arbeitgeberseite habe keine Bewegung gezeigt.

Allerdings schlägt VC der Arbeitgeberseite ein Schlichtungsverfahren vor. Ein solches Verfahren biete die Chance, die Tarifkonflikte durch einen unabhängigen Dritten zu lösen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Ein Sprecher der Lufthansa sagte: „Eine Schlichtung kann ein guter Weg aus diesem Konflikt sein, wenn sie gesamthaft alle Tarifthemen einbezieht, um eine nachhaltige Befriedung zu erreichen. Dafür sind wir offen.“

Erst am Montag und Dienstag waren die Piloten in den Ausstand getreten. Allein am Dienstag fielen erneut hunderte Flüge der Lufthansa-Kerngesellschaft und der Regionaltochter Cityline aus. An ihren Drehkreuzen Frankfurt und München musste Deutschlands größte Fluggesellschaft mehr als 900 Starts und Landungen absagen. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist mit einer ähnlichen Situation zu rechnen, weil dann die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter ihre Arbeit niederlegen.

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