Drei-Stunden-Regel

Längere Sonntagsarbeit für Bäcker: Gewerkschaft besorgt

Frische Brötchen gibt es auch sonntags - dann dürfen Bäckereibeschäftigte bislang aber nur drei Stunden arbeiten.

Frische Brötchen gibt es auch sonntags - dann dürfen Bäckereibeschäftigte bislang aber nur drei Stunden arbeiten.

Von dpa

Deutschlands Bäcker sehen die von der Bundesregierung geplante Flexibilisierung der Sonntagsarbeit positiv. Bislang dürfen die Mitarbeiter sonntags nur drei Stunden arbeiten - in dieser Zeit sollen sie backen und die Backwaren in die Verkaufsstellen ausfahren. „Die derzeitige Regelung stammt aus dem Jahr 1996, die Zeitspanne reicht unter heutigen Markt-, Wettbewerbs- und Produktionsbedingungen nicht mehr aus“, teilte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks in Berlin mit.

Künftig könnte ein Gesetz geändert werden, woraufhin Bäcker nicht mehr an die Drei-Stunden-Regelung gebunden wären - dann könnten ihre Beschäftigten sonntags länger arbeiten. Das wäre eine „echte Gleichstellung im Wettbewerb“, heißt es von dem Verband. Um die Öffnungszeiten von Bäckern geht es in den Regierungsplänen nicht. „Für den Verbraucher ändert sich an der Neuregelung nichts“, so der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sieht das Vorhaben der Regierung hingegen kritisch. Es sei lebensfremd zu behaupten, dass Beschäftigte sonntags gerne arbeiteten und dann auch noch länger als drei Stunden. Das Gegenteil wäre der Fall, heißt es von der NGG. „Eine Ausweitung der Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen wird unweigerlich dazu führen, dass das Arbeiten in dieser Branche noch unattraktiver wird.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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