Rally am Aktienmarkt

Dax mit Rekordhoch: Konjunkturhoffnungen und Rüstungsaktien

Bei 24.825 Punkten erreicht der Dax im Handelsverlauf ein Rekordhoch.

Bei 24.825 Punkten erreicht der Dax im Handelsverlauf ein Rekordhoch.

Von dpa

Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr hat den Dax am Montag auf ein Rekordhoch getrieben. Mit einem Anstieg bis auf 24.777 Punkte ließ der deutsche Leitindex seine alte Bestmarke aus dem Oktober bei 24.771 Punkten hinter sich.

Nach dem Hoch bröckelten die Kurse wieder etwas ab.
Nach dem Hoch bröckelten die Kurse wieder etwas ab.
Nach dem Hoch bröckelten die Kurse wieder etwas ab.
Auch die Entwicklung in der Ukraine sowie in Venezuela bleibt im Blick.
Auch die Entwicklung in der Ukraine sowie in Venezuela bleibt im Blick.
Auch die Entwicklung in der Ukraine sowie in Venezuela bleibt im Blick.

„Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft - getragen von den Reformhoffnungen unter der Regierung Merz - in die Kurse einzupreisen“, schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.
Am Montag waren Aktien etwa aus dem Autosektor sowie von IT-Dienstleistern, die überwiegend mittelständische Unternehmen und den Staat bedienen, gefragt.

Zudem griffen die Anleger bei Rüstungsaktien zu. So schnellten Rheinmetall an der Dax-Spitze um 7 Prozent in die Höhe. Unter den besten Werten im MDax zogen die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk um 6,3 Prozent und die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt um 6,6 Prozent an. Damit holten die Rüstungswerte ihre Verluste des vierten Quartals weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor starken Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch in der Hoffnung auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Rüstungswerte profitieren nun davon, dass es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt jetzt noch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem droht nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump jetzt auch Kolumbien.

„Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit“, fuhr Sohlleder fort. Da Venezuela über signifikante Ölreserven verfüge, beobachteten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen. Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies den Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.

Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar zu den Aktien von ASML blieben die Papiere des Branchenkollegen Aixtron gefragt und stiegen um weitere 3,5 Prozent. Die Rally des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron hatte im Herbst Fahrt aufgenommen. So hatten Empfehlungen der Investmentfirma Kerrisdale Capital und anschließend auch anderer Analystenhäuser frischen Schwung verliehen. Im Kielwasser dessen zogen die Anteilsscheine des Halbleiterindustrie-Zulieferers Siltronic an der Spitze des Nebenwerte-Index SDax um 6,3 Prozent an.

Aktien von Rückversicherern hingegen gerieten unter Druck. Munich Re verloren 1,2 Prozent und Hannover Re 1,7 Prozent. Analysten verwiesen auf Preisdruck bei der jährlichen Vertragserneuerungsrunde.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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