Versicherungen

Hochwasser führen zu größeren wirtschaftlichen Schäden

Aufbauarbeiten nach der Ahrtal-Flut. Hochwasser hemmen die wirtschaftliche Entwicklung. (Archivbild)

Aufbauarbeiten nach der Ahrtal-Flut. Hochwasser hemmen die wirtschaftliche Entwicklung. (Archivbild)

Von dpa

Hochwasser verursachen einer neuen Analyse zufolge zunehmend schwerere Schäden in Europa. Der wirtschaftliche Schaden eines Hochwassers lag seit 2020 preisbereinigt im Schnitt bei ungefähr 400 Millionen Euro, wie der Kreditversicherer Allianz Trade aus Hamburg mitteilte. Von 2000 bis 2019 betrug der Vergleichswert hingegen rund 100 Millionen Euro.

Wie lässt sich der Anstieg erklären? Zumindest nicht mit der Häufigkeit der Ereignisse, bilanzieren die Autoren. Seit 2000 gebe es im Jahr annähernd 50 Hochwasser in Europa. Was sich verändert habe, sei die Schwere mancher Ereignisse. Die Autoren verweisen etwa auf die Ahrtal-Flut 2021.

Ein weiterer Grund für höhere Schäden sei, dass weiter in hochwassergefährdeten Gebieten gelebt und gearbeitet werde. Vergleichbare Hochwasser vernichteten heutzutage deutlich mehr Kapital als vor zwei Jahrzehnten, heißt es in der Untersuchung „Europa unter Wasser“. Die Politik könne aber entscheiden, wo gelebt und gearbeitet werde.

Hochwasser führen der Allianz zufolge nicht allein zu Schäden, sie hemmen auch anhaltend die wirtschaftliche Entwicklung. „Ausbleibende Investitionen, geringere Einkommen und schwächeres Wachstum“ seien die Folgen, sagte der Allianz-Trade-Chef in Deutschland, Milo Bogaerts.

Die Allianz schätzt basierend auf einer theoretischen Berechnung, dass ein Hochwasser in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt über mehrere Jahre um insgesamt 0,7 Prozent senken würde. Der Versicherer rät auch deshalb, in den Hochwasserschutz zu investieren. Das habe „immensen volkswirtschaftlichen Nutzen“. Jeder Euro spare Schäden in etwa vierfacher Höhe.

Der weltweite Wasserkreislauf ist nach einem Bericht der Weltwetterorganisation aus dem vergangenen Jahr aus den Fugen geraten. Das führe dazu, dass viele Flüsse entweder zu wenig oder zu viel Wasser führten. Hauptursache ist demnach der Klimawandel.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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