Teures Tanken

Experte: Spritpreise bleiben wegen Iran-Krieg hoch

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)

Von dpa

Die Spritpreise an den Tankstellen in Deutschland werden nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Klemens Fischer noch längere Zeit auf hohem Niveau bleiben. „Dadurch, dass die Straße von Hormus weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen sinken werden. Im Gegenteil, nun muss man mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen“, sagte Fischer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der Iran hätte sich auf eine langfristige Sperre der für die Straße von Hormus vorbereitet. So setze Teheran neben dem Einsatz von Minen auch auf Raketen- und Drohnenangriffe sowie auf schnelle Sturmboote. Dadurch sei der Iran weiterhin in der Lage, die Meerenge militärisch zu kontrollieren. „Man muss damit rechnen, dass diese Straße noch für längere Zeit blockiert sein wird“, sagte Fischer.

Klemens Fischer: «Man muss mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen.»

Klemens Fischer: «Man muss mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen.»

Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen dem Iran und dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Seit Beginn der jüngsten Kriegshandlungen ist die Handelsschifffahrt dort beinahe zum Erliegen gekommen.

Eine schnelle Kompensation der ausfallenden Lieferungen sei derzeit kaum möglich, so Fischer. Zwar könnten Staaten Ölreserven freigeben oder ihre Fördermengen erhöhen, doch bis zusätzliche Mengen tatsächlich auf den Markt kämen, könnten Tage oder Wochen vergehen. Um Tanker von Kriegsschiffen durch die Straße von Hormus eskortieren zu lassen, brauche man „ungefähr 50 Begleitschiffe“ für „maximal drei Tanker pro Woche“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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