Lebensmittel
Hohe Lebensmittelpreise: Hilft ein „Deutschlandkorb“?

Bernd Weißbrod/dpa
Lebensmittel sind laut Statistischem Bundesamt seit 2020 im Schnitt mehr als 35 Prozent teurer geworden. (Symbolbild)
Wegen der stark gestiegenen Lebensmittelpreise sollen Handelsketten nach dem Willen der SPD in ihren Filialen einen „Deutschland-Korb“ freiwillig anbieten. Dabei handelt es sich um einen Warenkorb mit günstigen, preisstabilen Grundnahrungsmitteln aus deutscher Produktion. Ziel soll es sein, Verbraucher zu entlasten. Wie reagieren Discounter und Supermärkte auf diesen Vorschlag?
Die Rewe-Gruppe erklärte auf Nachfrage, bereits zahlreiche Maßnahmen umzusetzen, um günstige Produkte zugänglich zu machen. „Besonders unsere Eigenmarken-Sortimente bei Rewe und Penny bieten grundsätzlich eine breite Auswahl an preisgünstigen Produkten.“ Preisaktionen und Treueprogramme ermöglichten Verbrauchern zusätzliche Preisvorteile. Außerdem unterstütze man seit Jahren bundesweite Tafel-Initiativen.
Die Handelskette Kaufland betonte, steigende Lebenshaltungskosten stellten derzeit viele Menschen vor Herausforderungen. Eine bewusste Ernährung dürfe keine Frage des Geldbeutels sein. „Daher bieten wir unseren Kunden bereits jetzt eines der größten Sortimente an Lebensmitteln aus deutscher Produktion zu günstigen Preisen an.“ Ziel sei es, Einkaufsvorteile an Kundinnen und Kunden weiterzugeben.
Von den Discountern Aldi Nord und Aldi Süd hieß es: „Als Grundversorger ist es die Kernaufgabe, allen Menschen verlässlich gute Qualität zum bestmöglichen Preis anzubieten und eine bezahlbare Grundversorgung sicherzustellen.“ Wo immer dies möglich sei, gebe man Preisvorteile direkt an Kunden weiter.
Konkurrent Lidl sieht es als zentrales Anliegen, den Einkauf für Kunden attraktiv und günstig zu gestalten. „Wir gehen dabei aktiv voran und geben sinkende Rohstoffpreise oder Effizienzvorteile im Betriebsablauf oder den Lieferketten konsequent an unsere Kunden weiter, um sie bei ihrem täglichen Einkauf finanziell zu entlasten“, teilte das Unternehmen mit.
Die Supermarktkette Edeka äußerte sich auf Nachfrage nicht zum Thema und verwies lediglich auf den Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels.








