Mit Klausel aus Tarifvertrag
Arbeitnehmer wollen VW-Vorstand zu Gesprächen zwingen

Julian Stratenschulte/dpa
Gröger: «Wir fordern jetzt also das Unternehmen auf, an den Tisch zu kommen».
Nach der Einigung im VW-Aufsichtsrat auf einen schärferen Sparkurs will die Arbeitnehmerseite das Management zu Gesprächen zwingen. Dazu zieht die IG Metall eine Klausel aus dem Zukunftstarifvertrag, auf den sich die Akteure im Dezember 2024 geeinigt hatten. Das habe die Tarifkommission einstimmig entschieden, sagte der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger in Hannover. „Wir fordern jetzt also das Unternehmen auf, an den Tisch zu kommen, sich zu erklären und mit uns darüber zu reden, dass und wie dieser Tarifvertrag eingehalten wird.“
Das Ziehen der Klausel ändere nichts an den Bestimmungen des Tarifvertrags und löse auch keine Kündigung aus, sagte der Gewerkschafter. Und auch die Beschäftigungssicherung sei nicht antastbar. „Aber es ist die Verpflichtung, wenn eine Seite auffordert, dass die andere Seite auch an den Tisch kommt“, sagte Gröger. Die Erwartung sei, dass die Gespräche noch in diesem Quartal - also bis Ende September - stattfinden.








