Tarifverhandlungen

Arbeitgeber bieten in Metall-Tarifrunde 1,3 Prozent an

Ein Angebot der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie liegt vor. (Archivbild)

Ein Angebot der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie liegt vor. (Archivbild)

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Von dpa

In den regionalen Tarifverhandlungen für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die Arbeitgeberseite ein Angebot von 1,3 Prozent mehr Geld vorgelegt. Das Plus solle im Juli 2028 wirksam werden, teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall in Berlin mit. Demnach ist eine Laufzeit von 26 Monaten bis Ende 2028 vorgesehen.

Gesamtmetall zufolge haben die Arbeitgeber erstmals in der Tarifgeschichte der Branche zeitgleich in fünf Tarifgebieten ein Angebot vorlegt. Es sei bundesweit abgestimmt und der IG Metall zum Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und im Norden übermittelt worden. Die übrigen Tarifgebiete sollten folgen.

Gewerkschaft fordert fünf Prozent

Die IG Metall fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld bei einer deutlich kürzeren Laufzeit von zwölf Monaten. Die erste Runde der regionalen Verhandlungen Anfang Oktober endete ergebnislos. Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktober. Ab Sonntag sind also Warnstreiks möglich.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 1 Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 vor. Diese solle automatisch ausgesetzt werden, wenn Unternehmen kaum noch Geld verdienen. Bislang gilt für diese „automatische Differenzierung“ eine Nettoumsatzrendite von 2,3 Prozent als Grenze. Die bislang nur auf einen kleinen Teil der Entgelte anwendbare Differenzierung soll nach dem Willen der Arbeitgeber ausgeweitet werden.

Die Arbeitgeber wollen zudem ein neues Instrument auf betrieblicher Ebene einführen, wenn Investitionen, Innovationen, Standorte und Beschäftigung gesichert werden müssten. Für solche Verhandlungen wären dann Betriebsräte und nicht mehr die Gewerkschaft zuständig.

Zudem wird ein „Gesprächswunsch über die hohen Krankenstände und Maßnahmen zur Senkung der Krankheitskosten“ geäußert.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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