Tennis

Zverev mit Titelform ins Halbfinale der French Open

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Alexander Zverev bei einem Rückhandschlag in der Defensive.

Alexander Zverev bei einem Rückhandschlag in der Defensive.

Von dpa

Auch nach seinem Statement-Sieg zeigte Alexander Zverev keine großen Emotionen, den ausgelassenen Jubel scheint er sich für die erhoffte Titel-Party von Paris aufzuheben. Dabei hatte der deutsche Tennisstar soeben den ersten größeren Härtetest bei den French Open mit Bravour gemeistert und absolute Titelform bewiesen. Der 29-Jährige gewann das mit Spannung erwartete Viertelfinal-Duell mit Spaniens Jungstar Rafael Jódar (19) mit 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 und steht zum fünften Mal im Halbfinale beim Sandplatz-Spektakel.

Eine Titelansage gab es vom Hamburger aber auch danach nicht. „Ich will die Matches gewinnen, die vor mir liegen - das ist mein Ziel“, sagte Zverev. „Ich bin im Halbfinale - aber das ist es für jetzt.“

Auf den Aufschlag war bei Alexander Zverev wieder Verlass.
Auf den Aufschlag war bei Alexander Zverev wieder Verlass.
Auf den Aufschlag war bei Alexander Zverev wieder Verlass.
Verlangte Alexander Zverev im ersten Satz viel ab: Rafael Jódar.
Verlangte Alexander Zverev im ersten Satz viel ab: Rafael Jódar.
Verlangte Alexander Zverev im ersten Satz viel ab: Rafael Jódar.

Dort trifft der Weltranglistendritte auf den Sieger der Partie zwischen dem brasilianischen Teenager João Fonseca (19) und dem nur ein Jahr älteren Jakub Mensik aus Tschechien. Das Match am Abend wolle er sich in seinem Hotelzimmer „vielleicht mit einem schönen Drink in meiner Hand“ anschauen, kündigte Zverev an.

Unabhängig vom Gegner bleibt Zverev nach dem frühen Ausscheiden von Jannik Sinner und Novak Djokovic sowie dem verletzungsbedingten Fehlen von Carlos Alcaraz Titelkandidat Nummer eins in Roland Garros. Im 41. Anlauf auf der Grand-Slam-Bühne soll für ihn endlich der erste Titel bei einem der vier Major-Turniere her.

Nach anfänglichen Problemen übernahm Zverev gegen Sensations-Aufsteiger Jódar, der vor einem Jahr noch außerhalb der Top 700 der Weltrangliste gelegen hatte, die Kontrolle und zeigte dem Spanier klar die Grenzen auf. „Das war die beste Vorstellung von Sascha Zverev bei diesem Turnier“, sagte Tennis-Idol Boris Becker bei Eurosport: „Man hat auch das Gefühl gehabt, er wollte auch dem Gegner zeigen und allen anderen: Ich bin heute wirklich stark.“ Nach 2:25 Stunden verwandelte der Olympiasieger von 2021 seinen ersten Matchball gegen einen am Ende entkräfteten Jódar.

Die ersten beiden Spiele waren hart umkämpft und dauerten insgesamt 17 Minuten - jeweils mit dem glücklicheren Ende für den Aufschläger. Im dritten Aufschlagspiel konnte der Deutsche sein Service aber nicht mehr halten. Zverev unterliefen anfangs deutlich mehr Fehler, bei seinen Stopps hatte er nicht das richtige Timing und Gefühl. Und auch mit seinem Aufschlag kam er zunächst nicht wie gewohnt durch, weil Jódar stark returnierte.

Zverev schien von der Spielweise des Spaniers etwas überrascht. „Wie Jódar den Platz aufmacht, das Tempo verändert, mal die Linie langspielt - das hat Zverev so nicht erwartet“, meinte der dreimalige Wimbledon-Gewinner Becker.

Doch als Jódar zum Satzgewinn aufschlug, versagten ihm die Nerven. Zverev holte sich das Break zurück und konnte sich im gewonnenen Tiebreak wieder auf seinen Aufschlag verlassen.

Aufgrund des regnerischen Wetters war das Dach auf dem Court Philippe Chatrier geschlossen. Im ersten Satz wurde es kurz unruhig im Publikum, weil es an den Seiten reinregnete und die dort sitzenden Menschen Schirme aufspannten oder ihre Plätze fluchtartig verließen.

Mit dem Satzgewinn im Rücken war Zverev der deutlich bessere Spieler. Für Jódar, der vor der Sandplatzsaison fast nur Insidern bekannt war, schien die große Viertelfinal-Bühne plötzlich ein wenig zu groß zu sein. Womöglich war es auch eine Kraftfrage, der Youngster hatte in den zwei Runden zuvor jeweils über fünf Sätze gehen müssen.

Zverev nutzte die Schwächen seines Gegners gnadenlos aus und dominierte die Rallys vor allem mit seiner Rückhand. Plötzlich war er auch mit seinen Stopps wieder deutlich erfolgreicher. Jódars Gegenwehr war nach dem deutlich verlorenen zweiten Satz aber auch weitestgehend gebrochen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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