Finalserie der NHL

Wie ein Mann die Hurricanes zweimal zum Stanley Cup führte

Artikel vorlesen
Die Hurricanes präsentierten sich als echtes Team.

Die Hurricanes präsentierten sich als echtes Team.

Von dpa

In den Schlusssekunden vor dem Triumph in den Stanley Cup Finals kamen Rod Brind'Amour hinter der Ersatzbank die Tränen. 20 Jahre nach seinem Sieg als Kapitän holte der 55-Jährige auch als Trainer die wichtigste Trophäe im Eishockey - jeweils mit den Carolina Hurricanes. „Ich habe es als Spieler gewollt, wirklich. Aber als Trainer wollte ich es so sehr für diese Jungs. Darum geht es“, sagte er beim emotionalen Interview mit dem US-Fernsehen.

Den mehr als 15 Kilogramm schweren Pokal umarmte Brind'Amour nach dem entscheidenden vierten Sieg in der Best-of-Seven-Serie wie einen alten Freund, angefeuert und bejubelt von seinen Spielern auf dem Eis in Las Vegas. Das 3:0 im sechsten Duell mit den Golden Knights hatte den zweiten Erfolg in der Geschichte der Hurricanes perfekt gemacht - und Brind'Amour hatte mit mutigen Entscheidungen großen Anteil.

Die Carolina Hurricanes haben zum zweiten Mal den Stanley Cup gewonnen.
Die Carolina Hurricanes haben zum zweiten Mal den Stanley Cup gewonnen.
Die Carolina Hurricanes haben zum zweiten Mal den Stanley Cup gewonnen.
Taylor Hall (Mitte) traf früh zum 1:0 für die Hurricanes.
Taylor Hall (Mitte) traf früh zum 1:0 für die Hurricanes.
Taylor Hall (Mitte) traf früh zum 1:0 für die Hurricanes.

Im dritten Spiel der Serie wechselte er beim Stand von 0:4 Stammtorwart Frederik Andersen aus und brachte Brandon Bussi, der jahrelang in den Niederungen des nordamerikanischen Eishockeys unterwegs war. Die Hurricanes erzwangen noch die Verlängerung, verloren diese zwar, aber hatten die Serie danach im Griff. Spiel vier, Spiel fünf und Spiel sechs gingen an die Hurricanes, bei der Entscheidung in Las Vegas ließ Bussi keinen einzigen Gegentreffer zu.

„Es ist so eine gute Geschichte für dieses Team, so viele Emotionen. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, ich bin überwältigt, wenn ich ehrlich bin“, sagte Brind'Amour. „Freddy hat gekämpft, er war nicht mehr bei 100 Prozent. Ich habe mitgefühlt, aber so ist Eishockey, es ist ein Mannschaftssport. Der ultimative Mannschaftssport.“

Wie groß der Zusammenhalt bei den Hurricanes ist, zeigte eine Szene bei der Siegerehrung. Kapitän Jordan Staal übergab den riesigen Pokal nach dem ersten lautstarken Jubel nicht an den unbezwungenen Bussi, sondern an den verdrängten Andersen - womit Bussi komplett einverstanden war. „Ich habe nur dreieinhalb Spiele gehabt. Er hat uns hier hergebracht, er verdient so viel mehr Anerkennung“, sagte er.

Staal selbst wurde zum wertvollsten Spieler der Stanley-Cup-Playoffs gewählt. Er hatte in den ersten fünf Partien der Final-Serie immer getroffen, das war noch niemandem gelungen. Im Alter von 37 Jahren und 277 Tagen ist er zudem der älteste Stanley-Cup-MVP der NHL-Geschichte. „Es ist großartig. Was für ein wilder Ritt. Ich bin so stolz auf alle“, sagte Staal.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.