Fußball-Nationalmannschaft

Privat-Uni und „Königsbett“ als Nagelsmanns WM-Quartier

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Hier wohnt die Fußball-Nationalmannschaft während der WM.

Hier wohnt die Fußball-Nationalmannschaft während der WM.

Von dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wohnt während der Weltmeisterschaft in den USA in einem herrschaftlichen Anwesen im US-Bundesstaat North Carolina. Bundestrainer Julian Nagelsmann und das Team um Kapitän Joshua Kimmich beziehen im Sommer Quartier im Graylyn Estate in Winston-Salem; einem schlossähnlichen, traditionsreichen Hotel mit großer Parkanlage im Osten der USA. Das teilte der DFB am Freitag mit.

Trainiert wird auf dem laut Nagelsmann vom Hotel zu Fuß und per Fahrrad in zehn Minuten erreichbaren Gelände der Privat-Universität Wake Forest, die den Bundestrainer durch ihre professionelle Ausstattung „super beeindruckte“.

Die Hotelanlage erinnert Nagelsmann an die Vorzüge des mehrfach bewährten und auch bei der Heim-EM 2024 genutzten DFB-Refugium Homeground in Herzogenaurach. Man habe einen „Ort gefunden, der es ermöglicht, dass man immer wieder zusammenkommt, aber trotzdem auch die nötige Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten hat“, erklärte Nagelsmann.

Am 2. Juni fliegt der deutsche WM-Kader nach Chicago. Im dortigen Soldier Field steht am 6. Juni (20.30 Uhr/MESZ) die WM-Generalprobe gegen Gastgeber USA an. Am 8. Juni wird das DFB-Team dann nach Winston-Salem umziehen und sich dort auf bestmöglich acht Turnierspiele bis zum Finale am 19. Juli vorbereiten.

Die Stadt mit rund 250.000 Einwohnern ist sportlich bekannt durch ein ATP-Tennisturnier. Basketball-Star Tim Duncan spielte vor seiner NBA-Karriere für die Wake Forest University. Ein Zentrum der Mega-WM ist Winston-Salem aber nicht. Atlanta und Philadelphia als nächstgelegene der insgesamt 16 WM-Spielorte in den USA, Mexiko und Kanada sind mehrere Fahrstunden mit dem Auto entfernt.

Jeweils am Tag vor den Gruppenspielen wird die DFB-Auswahl zu ihren Spielorten fliegen. Am 14. Juni (19.00 Uhr/MESZ) steht die Auftaktpartie in Houston gegen WM-Neuling Curaçao an. Im kanadischen Toronto geht es am 20. Juni (22.00 Uhr/MESZ) gegen die Elfenbeinküste. Und am 25. Juni (22.00 Uhr/MESZ) folgt in East Rutherford der Vorrundenabschluss gegen Ecuador.

Die Auswahl der Turnier-Quartiere hat beim DFB seit langem eine große Bedeutung. Der selbst gebaute Komplex in Campo Bahia in Brasilien wurde nach dem Titelgewinn 2014 als ein Erfolgsfaktor idealisiert. An den Quartieren in Watutinki bei Moskau 2018 und in der katarischen Wüste 2022 gab es nach dem jeweils frühen Scheitern in der Gruppenphase viel Kritik.

Bundestrainer Julian Nagelsmann auf dem Sportgelände der Universität.
Bundestrainer Julian Nagelsmann auf dem Sportgelände der Universität.
Bundestrainer Julian Nagelsmann auf dem Sportgelände der Universität.
Blick auf den Trainingsplatz auf dem Gelände der Privat-Universität Wake Forest.
Blick auf den Trainingsplatz auf dem Gelände der Privat-Universität Wake Forest.
Blick auf den Trainingsplatz auf dem Gelände der Privat-Universität Wake Forest.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M) und DFB-Sportdirektor Rudi Völler (r) gehen über den Trainingsplatz auf dem Gelände der Privat-Universität Wake Forest.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M) und DFB-Sportdirektor Rudi Völler (r) gehen über den Trainingsplatz auf dem Gelände der Privat-Universität Wake Forest.
Bundestrainer Julian Nagelsmann (M) und DFB-Sportdirektor Rudi Völler (r) gehen über den Trainingsplatz auf dem Gelände der Privat-Universität Wake Forest.
Julian Nagelsmann (l) kickt mit einem kleinen WM-Ball im WM-Quartier der Nationalmannschaft.
Julian Nagelsmann (l) kickt mit einem kleinen WM-Ball im WM-Quartier der Nationalmannschaft.
Julian Nagelsmann (l) kickt mit einem kleinen WM-Ball im WM-Quartier der Nationalmannschaft.

Die schon lange erwartete Quartier-News verkündete der DFB am Freitag. Der Verband veröffentlichte Fotos vom Kurzbesuch nach der WM-Auslosung Anfang Dezember. Nagelsmann kickte da schon - beobachtet von Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig - mit einer Miniatur-Ausgabe des WM-Balls auf dem Trainingsplatz der Wake Forest University, die den Bundestrainer mit ihrer professionellen Ausstattung „super beeindruckte“.

Dort will Nagelsmann im Sommer auf dem Gelände der Privat-Universität in der täglichen Turnierarbeit die WM-Form seines Teams sichern - zehn Minuten per Fahrrad vom Hotel entfernt. Drei Rasenplätze stehen zur Verfügung. „Aufgrund der großen Distanzen in den USA legen wir ohnehin weite Strecken zurück, die wir deshalb im Trainingsalltag möglichst vermeiden möchten. Das ist uns mit diesem Base Camp geglückt“, sagte der 38 Jahre alte Bundestrainer.

Die Hotelanlage erinnert Nagelsmann an die Vorzüge des mehrfach bewährten und auch bei der Heim-EM 2024 genutzten DFB-Refugiums Homeground in Herzogenaurach. Man habe einen „Ort gefunden, der es ermöglicht, dass man immer wieder zusammenkommt, aber trotzdem auch die nötige Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten hat“, erklärte Nagelsmann.

Alle 85 Zimmer hat der DFB für sich reserviert. Andere Hotel-Optionen in den USA hätten nicht diese für den Turnier-Fokus wichtige Exklusivität geboten. Viel Plüsch, ägyptische Wandteppiche und geschnitzte Holztafeln aus Damaskus, wie auf der Homepage erwähnt, sorgen für ein rustikales Ambiente. In der Premium Suite wartet ein Marmorbad und ein „Königsbett“ mit vier Holzpfosten.

Am 2. Juni fliegt der WM-Kader nach einer guten Woche Turniervorbereitung in Deutschland nach Chicago. Im dortigen Soldier Field steht am 6. Juni (20.30 Uhr/MESZ) die WM-Generalprobe gegen Gastgeber USA an. Am 8. Juni wird das DFB-Team dann nach Winston-Salem umziehen und sich dort auf bestmöglich acht Turnierspiele bis zum Finale am 19. Juli vorbereiten.

Die Stadt mit rund 250 000 Einwohnern ist sportlich bekannt durch ein ATP-Tennisturnier. Basketball-Star Tim Duncan spielte vor seiner NBA-Karriere für die Wake Forest University. Jamal Musiala als Basketball-Fan wird dies erfreuen. In der Uni-Sporthalle warf Nagelsmann bei seiner Visite ein paar Körbe, wie er berichtete.

Ein Zentrum der Mega-WM ist Winston-Salem aber nicht. Atlanta und Philadelphia als nächstgelegene der insgesamt 16 WM-Spielorte in den USA, Mexiko und Kanada sind mehrere Fahrstunden mit dem Auto entfernt.

Jeweils am Tag vor den Gruppenspielen wird die DFB-Auswahl zu ihren Spielorten fliegen. Am 14. Juni (19.00 Uhr/MESZ) steht die Auftaktpartie in Houston gegen WM-Neuling Curaçao an. Im kanadischen Toronto geht es am 20. Juni (22.00 Uhr/MESZ) gegen die Elfenbeinküste. Und am 25. Juni (22.00 Uhr/MESZ) folgt in East Rutherford der Vorrundenabschluss gegen Ecuador.

Das Graylyn Estate mit der Wake Forest University als perfekte Mischung aus Wohnen und Arbeiten hatte der DFB früh ins Auge gefasst. Die Gruppe E passte dann mit ihren Spielorten geografisch und logistisch. Dennoch dauerte es mehr als einen Monat nach der Lose-Show in Washington bis zum Vollzug, da das Quartier nicht im offiziellen FIFA-Katalog stand.

Die formalen Hürden sind jetzt überwunden. „Die Bedingungen sind optimal - sowohl sportlich als auch infrastrukturell“, sagte DFB-Geschäftsführer Rettig und berichtete von „einem sehr aufwendigen Prozess“.

Die Auswahl der Turnier-Quartiere hat beim DFB seit langem eine große Bedeutung. Das selbst gebaute Campo Bahia in Brasilien wurde nach dem Titelgewinn 2014 als ein Erfolgsfaktor idealisiert. An den Quartieren in Watutinki bei Moskau 2018 und in der katarischen Wüste 2022 gab es nach dem jeweils frühen Scheitern in der Gruppenphase viel Kritik. Das soll mit dem Graylyn Estate nicht passieren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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