French Open im Tennis

„Mental was aufgeplatzt“: Zverev will mehr Grand-Slam-Titel

Artikel vorlesen
Alexander Zverev jubelt mit dem Pokal für den French-Open-Sieg in den Händen

Alexander Zverev jubelt mit dem Pokal für den French-Open-Sieg in den Händen

Von dpa

Sein emotionaler Premieren-Titel auf der Grand-Slam-Bühne hat bei Alexander Zverev große Lust auf mehr gemacht. „Ich hoffe, dass auch mental bei mir irgendwas aufgeplatzt ist. Das ist schon etwas Besonderes, hier mit so einem Pokal zu sitzen“, sagte der deutsche Tennisstar nach seinem French-Open-Triumph bei der Pressekonferenz: „Natürlich möchte ich noch ein paar davon gewinnen.“

Die nächste Chance dazu gibt es beim Rasen-Klassiker Wimbledon, der in drei Wochen beginnt. Da der große Titeldruck durch den 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1-Finalsieg am Sonntag in Paris gegen den Italiener Flavio Cobolli weg ist, sieht sich Zverev noch besser für die Duelle mit den Ausnahmekönnern Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien) gerüstet.

„Wenn ich jetzt im Finale stehe, werde ich wissen: Auch wenn ich das Finale verliere, bin ich ein Grand-Slam-Champion“, sagte der 29-Jährige. Das sei für ihn eine „Erfüllung“, aber auch eine „Erleichterung“. Das gebe ihm „etwas Freiheit“ und „etwas mehr Ruhe“. „Denn hätte ich auch diesen Kampf verloren, wäre mein Selbstvertrauen stark gesunken“, meinte der Hamburger: „Aber jetzt, wo ich gewonnen habe, habe ich das Gefühl, dass ich es wieder schaffen kann.“

Boris Becker hat auch dieses Gefühl. Aufgrund seiner drei vorangegangenen Final-Niederlagen bei Grand-Slam-Events habe sich Zverev „als Loser gefühlt, als Verlierer“, sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner bei Eurosport: „Er hat jetzt eine neue Seite in seinem Lebenswerk gefunden.“

Er habe es „allen gezeigt“, meinte Becker, „er ist Grand-Slam-Champion, er ist jetzt in einem ganz besonderen Club - und das fühlt sich verdammt gut an“. Dass 30 Jahre nach seinem eigenen Triumph bei den Australian Open wieder ein deutscher Mann einen Grand-Slam-Sieg feiern konnte, dafür habe er „größte Bewunderung“, so Becker.

Bei seiner Pressekonferenz lächelte Zverev unentwegt - was vielleicht auch an dem ein oder anderen Gläschen Siegersekt gelegen haben könnte. „Ehrlich gesagt bin ich schon etwas angetrunken, deshalb wiederhole ich mich etwas öfter als sonst“, sagte der Olympiasieger von 2021.

Wie er jetzt die große Titel-Party angehen werde, zu der auch seine Freundin Sophia Thomalla erscheinen wollte, wurde Zverev anderthalb Stunden vor Mitternacht noch gefragt. „Ich weiß es nicht“, antwortete er: „Ich habe noch nie eine gemacht davor.“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.