Fußball-Bundesliga

„Das ist leider Fußball“: Mainz trennt sich von Henriksen

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Bo Henriksen ist nicht mehr Trainer vom FSV Mainz 05.

Bo Henriksen ist nicht mehr Trainer vom FSV Mainz 05.

Von dpa

Der FSV Mainz 05 hat auf die sportliche Krise reagiert und sich von Trainer Bo Henriksen getrennt. Das teilte der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga drei Tage nach dem 0:4 beim SC Freiburg mit.

Henriksens Team war in dieser Saison zu selten konkurrenzfähig.

Henriksens Team war in dieser Saison zu selten konkurrenzfähig.

U23-Trainer Benjamin Hoffmann wird interimsweise und „bis zu einer Neubesetzung des Trainerpostens“ übernehmen, hieß es. Medial wurden bereits mögliche Kandidaten wie Sandro Schwarz und Marco Rose als Nachfolger genannt. Konkret scheint dies bislang nicht zu sein.

Die 05er reagieren mit der Trennung auf die sportliche Krise und das verheerende 0:4 beim SC Freiburg am Sonntagabend. Schon direkt nach der Schlappe und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz hatten die Vereinsverantwortlichen ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Henriksen vermieden. Seither herrschte betretenes Schweigen, bis am Nachmittag die Trennung verkündet wurde.

„In dieser Saison ist es uns leider nicht gelungen, den gleichen erfolgreichen Fußball zu spielen, obwohl wir bis zuletzt dafür gekämpft haben. Das ist leider auch Fußball“, wurde der dänische Trainer zitiert. Henriksen hatte Mainz 05 im Februar 2024 in beinahe aussichtsloser Lage übernommen und noch zum Verbleib in der Bundesliga geführt. Im Folgejahr schaffte er überraschend den Einzug in die Conference League.

Auch diese Verdienste machten es den Verantwortlichen um Heidel und Sportdirektor Niko Bungert wohl so schwer, die Trennung von Henriksen final zu vollziehen. „Bo ist ein toller Trainer und toller Mensch. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute. Er hat seinen Platz in unseren Herzen und Geschichtsbüchern sicher und ist bei uns immer herzlich willkommen“, sagte Heidel über den 50-Jährigen. Der Vereinsboss würdigte Henriksens „leidenschaftliche Art“.

Genau diese schien sich in den vergangenen Wochen allerdings mehr und mehr verbraucht zu haben. Mainz verlor erst in der Bundesliga Spiel um Spiel - und leistete sich dann auch in der Conference League bei Universitatea Craiova einen bösen 0:1-Ausrutscher. Weniger als eine Woche später war das Kapitel Henriksen bei den Rheinhessen geschlossen.

„Mainz 05 ist ein toller Verein mit vielen tollen Menschen und tollen Fans. Wir haben gemeinsam sehr viel erreicht, ich bin total dankbar für die vielen Erlebnisse und die gemeinsame Zeit“, bekannte Henriksen in der Club-Mitteilung. Wenige Stunden zuvor hatte der Verein darüber informiert, dass bis zum Spiel gegen Gladbach am Freitag alle Trainingseinheiten nicht-öffentlich abgehalten werden.

Gründe für den Misserfolg gibt es mehrere: In der Offensive konnten die Mainzer den Abgang von Jonathan Burkardt, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselte, nicht kompensieren. Leistungsträger wie U21-Vizeeuropameister Paul Nebel knüpften bislang nicht annähernd an die herausragende Form der Vorsaison an.

Außerdem machte sich der FSV das Leben selbst schwer. Schon fünf Platzverweise gab es für die 05er in dieser Bundesliga-Saison.

Der Rückstand der Mainzer, die bislang sechs Punkte holten, auf den Relegationsrang 16 beträgt zwei und auf den 15. Platz drei Zähler. Dem Club droht damit nach 17 Spielzeiten im Oberhaus wieder der Abstieg in die 2. Bundesliga. Diesen will der FSV verhindern - ohne Henriksen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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