Nach Aus bei Olympia

Kombinierer-Coach fürchtet schnellen Tod seiner Sportart

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Frenzel hat große Sorge vor der Zukunft. (Archivbild)

Frenzel hat große Sorge vor der Zukunft. (Archivbild)

Von dpa

Kombinierer-Bundestrainer Eric Frenzel fürchtet nach der Streichung der Nordischen Kombination aus dem olympischen Programm um das Überleben seiner Sportart. „Ich sehe da schwarz. Die ersten Gespräche mit Förderern waren negativ“, sagte Frenzel in einem Interview der „Zeit“. Die Bedrohung für die Nordische Kombination ist nach seinen Aussagen sehr konkret. Man habe keinerlei Zeit zu verlieren.

„Denn meiner Meinung nach kann diese Sportart nach dem Olympia-Aus ein Jahr überleben, maximal vielleicht zwei Jahre. Danach ist komplett Schicht im Schacht. Ohne nationale Förderung ist der Sport nicht finanzierbar“, sagte der 37-Jährige. Der frühere Weltklasse-Kombinierer Frenzel nannte unter anderem die Forschung von Sportgeräten und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft. Auch die Sporthilfe werde ein Thema sein.

Seine letzten Spiele? Geiger bei Olympia in Italien. (Archivbild)

Seine letzten Spiele? Geiger bei Olympia in Italien. (Archivbild)

Frenzel: Jedes Kind wird nun überlegen

„Bisher konnten wir mit unseren Erfolgen bei Olympia dafür sorgen, dass marode Schanzen restauriert wurden und dass es einige Langlaufstadien noch gibt. Das wird kaum noch möglich sein. Daraus folgt: Jedes Kind wird sich nun überlegen, ob es überhaupt noch Kombinierer werden möchte“, sagte Frenzel. Bei den Winterspielen in Italien im Februar war die Kombination aus Skisprung und Langlauf noch im Programm.

Für 2030 gilt das nicht mehr. Topathlet Vinzenz Geiger, der 2018 in Südkorea und 2022 in China Olympiasieger wurde, bescheinigt der eigenen Sportart im Nachhinein eine gewisse Naivität gegenüber dem IOC.

„Ich fühlte mich live in einem Albtraum oder in einem schlechten Film. Wir wussten, dass eine Gefahr besteht, aber wir hätten nie damit gerechnet, dass es wirklich zum Olympia-Aus kommen würde. Und dann: Bumm. Das war ein Riesenschock“, sagte Geiger über den Tag der Entscheidung. Es gehe „ab sofort“ um die Existenz der Sportart.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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