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FIFA weicht Regel für Gelbsperren bei WM auf

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Weniger Gefahr für eine Gelbsperre: Hier wird Argentiniens Lionel Messi (l) bei der WM 2022 von Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz verwarnt. (Archivbild)

Weniger Gefahr für eine Gelbsperre: Hier wird Argentiniens Lionel Messi (l) bei der WM 2022 von Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz verwarnt. (Archivbild)

Von dpa

Der Fußball-Weltverband FIFA entschärft die Regeln für Sperren durch Gelbe Karten bei der Weltmeisterschaft in anderthalb Monaten. Die Verwarnungen sollen nicht nur wie bislang üblich nach den Viertelfinals, sondern erstmals bereits nach den drei Gruppenspielen gestrichen werden. Diese Regelung soll bei der heutigen Sitzung des FIFA-Councils bestätigt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zuerst hatte die britische BBC darüber berichtet.

Im Normalfall sind Spieler nach der zweiten Gelben Karte im Turnierverlauf für eine Partie gesperrt. Durch die Ausweitung der WM in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli von 32 auf 48 Teams kommt eine weitere K.-o.-Runde mit 32 Mannschaften hinzu. Damit erhöht sich die Gefahr für die Spieler, gelbgesperrt aussetzen zu müssen und beispielsweise im Halbfinale zu fehlen. Dem soll die neue Regelung nach dpa-Informationen entgegenwirken.

Bereits in der Vergangenheit waren Gelbe Karten nach dem Viertelfinale gestrichen worden. Damit wurde verhindert, dass sich ein Fall wie bei Michael Ballack wiederholt. Der einstige deutsche Nationalmannschaftskapitän war bei der WM 2002 im Finale gegen Brasilien ausgefallen, nachdem er im Halbfinale gegen Südkorea verwarnt worden war.

Zuletzt hatte sich Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eine Aufweichung der Regel für Gelbsperren in der Champions League gewünscht. In der Königsklasse werden die Verwarnungen nach dem Viertelfinale gestrichen, allerdings hatte sich die Anzahl der Partien durch die Reform des Formats vor der vorigen Saison erhöht.

Eine mögliche Änderung für Gelbsperren wird bei der UEFA derzeit in der Kommission für Clubwettbewerbe diskutiert. „Ich persönlich teile die Einschätzung von Vincent Kompany“, sagte Bayer Leverkusens Clubchef Fernando Carro bei „t-online“. In der Kommission, deren Mitglied er ist, gebe es aber unterschiedliche Positionen dazu. „Wir diskutieren das in diesem Gremium aktuell intensiv und werden zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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