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Ex-Wimbledonsiegerin: Wegen Angststörung Dopingtest versäumt

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Marketa Vondrousova droht eine längere Sperre. (Archivbild)

Marketa Vondrousova droht eine längere Sperre. (Archivbild)

Von dpa

Die frühere Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova hat in einer emotionalen Botschaft einen versäumten Dopingtest mit einer Angststörung begründet. Der Vorfall habe sich ereignet, „weil ich nach Monaten körperlicher und seelischer Belastung an meine Grenzen gestoßen bin“, schrieb die 26-Jährige bei Instagram. Die Tschechin schildert in eindringlichen Worten, dass ein Doping-Kontrolleur am späten Abend an ihrer Tür geklingelt habe, ohne sich ordnungsgemäß auszuweisen.

„Ich habe so reagiert, wie es jemand tut, der in diesem Moment Angst hatte. Es ging darum, mich sicher zu fühlen, und nicht darum, irgendetwas zu vermeiden“, erklärte Vondrousova, die 2023 das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gewonnen hatte. Offenkundig ließ sie den Dopingfahnder nicht in ihre Wohnung. Nun droht ihr womöglich eine längere Sperre. Man könne bestätigen, dass Ermittlungen wegen eines verweigerten Tests der Spielerin laufen, teilte die International Tennis Integrity Agency auf Anfrage mit.

„Es ist sehr hart für mich, darüber zu sprechen, aber ich will offen mit euch über meine mentale Gesundheit sein“, leitete Vondrousova ihre Mitteilung ein. Sie habe „lange mit Verletzungen, ständigem Druck und Schlafproblemen“ zu kämpfen gehabt. Dies habe sie zermürbt. „Darüber hinaus haben jahrelange hasserfüllte Nachrichten und Drohungen dazu geführt, dass ich mich in meinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher fühle“, schrieb die Tennisspielerin.

Sie verwies auch auf die Messerattacke gegen ihre frühere Kollegin Petra Kvitova. An Weihnachten 2016 hatte ein Mann, der sich als Handwerker ausgegeben hatte, Kvitova in deren Wohnung angegriffen und verletzt. „Nach dem, was mit Petra passiert ist, nehmen wir Fremde an unserer Tür nicht mehr auf die leichte Schulter“, schrieb Vondrousova.

Angst habe ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt. Experten hätten bei ihr eine Angststörung und eine akute Stressreaktion festgestellt. „Ich arbeite immer noch daran, meinen Namen reinzuwaschen, aber gleichzeitig muss ich auch auf mich selbst achten“, erklärte Vondrousova.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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