Fußball-Bundesliga
Eric Martel trifft für Köln - und fehlt wieder gegen den FC Bayern

Harry Langer/dpa
Eric Martel trifft in Heidenheim per Kopf, die Kölner bleiben aber sieglos und der Niederbayer fehlt - mal wieder - gegen den FC Bayern gelbgesperrt.

Die Stimmung in Köln scheint zu kippen. Hatte man in der Domstadt im Herbst noch vom Europapokal geträumt, setzt mittlerweile Ernüchterung ein. Seit Anfang November ist der FC sieglos - beim 2:2 in Heidenheim gelang zum siebten Mal in Folge kein dreifacher Punktgewinn. Das erste Bundesliga-Saisontor des Straubingers Eric Martel verhalf den Kölnern immerhin zu einem Remis.
Allerdings: Der Dauerbrenner wird ausgerechnet am Mittwochabend gegen den FC Bayern fehlen. Wenige Minuten nach seinem Treffer kassierte Martel seine fünfte gelbe Karte. Damit ist der niederbayerische Abräumer wie in der vergangenen Kölner Bundesliga-Saison ausgerechnet gegen die Münchner gesperrt. „Ich hätte gerne gegen die Bayern gespielt“, bekundete Martel sein Bedauern.
Kölner Kwasniok-Kritik
Kapitän und Keeper Marvin Schwäbe betonte: „Eric ist immer ein Faktor für uns, den wir brauchen. Egal, gegen welchen Gegner.“ Das Fehlen des Sechsers am Mittwoch werde „definitiv wehtun“.
Indes gibt es erste Kritik an Lukas Kwasniok. Nach dem 2:2 des Aufsteigers beim Tabellenvorletzten war bei den Kölner Fans ein Banner platziert, das sich gegen den Trainer richtete. In großen Druckbuchstaben war dort „KWASNI YOK“ zu lesen. „Yok“ kann aus dem Türkischen ins Deutsche mit „Nein“ übersetzt werden.
„Ich habe es nicht wahrgenommen, aber ich wurde darüber informiert, dass es da etwas gab“, sagte Kwasniok bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Ich weiß jetzt nicht genau, warum und weswegen, aber ich nehme das jetzt zur Kenntnis. Wir versuchen, da irgendwie in Kommunikation zu treten, was in irgendwelcher Form Thema ist“, kündigte der 44-Jährige an. „Ich kann nur mit Leistungen und Punkten vorangehen, aber das ist eben der 1. FC Köln. Da ist alles etwas dynamischer.“
In Heidenheim glichen Martel (18. Minute) sowie Said El Mala (48.) jeweils aus. Jungstar El Mala - obwohl treffsicherster Kölner - kam erneut erst von der Bank. Auch das könnte für die Missstimmung unter den Fans gesorgt haben. Vor dem Spiel hatte es bereits Unruhe gegeben, weil Luca Waldschmidt und Florian Kainz aus dem Kader gestrichen worden waren.
Den Kölnern steht nun ein Heimspiel-Doppelpack bevor - gegen den Ersten und den Letzten. Sollte nicht spätestens am Samstag gegen Schlusslicht Mainz ein Sieg gelingen, dürfte die Kritik an Kwasniok lauter werden - und die Stimmung endgültig kippen. Gegen die 05er kann immerhin auch Martel wieder mitwirken.











