Nach umstrittenem Cas-Urteil

Eishockey-WM in Deutschland mit Russen? IIHF prüft Optionen

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Um Russlands Rückkehr zur Eishockey-WM wird weiter gerungen. (Archivbild)

Um Russlands Rückkehr zur Eishockey-WM wird weiter gerungen. (Archivbild)

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Von dpa

In der aufgeheizten Debatte um die Teilnahme Russlands an internationalen Eishockey-Turnieren spielt der Weltverband auf Zeit. Nach tagelangen Beratungen über die Folgen des Sportgerichtsurteils zu einer Wiederzulassung russischer Teams erklärte die IIHF, jetzt „alle verfügbaren Optionen“ zum weiteren Vorgehen prüfen zu wollen. Dabei müsse aber die finanzielle Stabilität und die langfristige Zukunft des internationalen Eishockeys gewährleistet sein.

Der Weltverband bekräftigte seine Ablehnung der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas, die in den vergangenen Tagen heftig diskutiert worden war. Unter Druck geriet unter anderem der Deutsche Eishockey-Bund als Ausrichter der Männer-Weltmeisterschaft 2027. Mehrere Nationen um Weltmeister Finnland kündigten an, nicht gegen Russland anzutreten. Eine Reihe von Sponsoren drohte für den Fall einer Teilnahme der Russen, die Zahlungen an die IIHF und die WM-Ausrichter einzustellen.

Weltverband: Konstruktiven Weg im Interesse des Eishockeys finden

Unter diesem Eindruck sucht der Weltverband nach einem Ausweg aus dem Dilemma. Man werde die vom Cas geforderten Schritte für eine Rückkehr Russlands auf die internationale Eishockey-Bühne einleiten, beteuerte die IIHF. Zugleich betonte die Dachorganisation: „Die IIHF muss sich innerhalb des geltenden Rahmens bewegen und dabei ihrer Verantwortung gerecht werden, den internationalen Wettbewerb zu erhalten und den Sport als Ganzes zu schützen.“

Dafür sollen jetzt Gespräche mit allen betroffenen Verbänden, darunter auch dem russischen, geführt werden. Ziel sei es, „einen konstruktiven Weg zu finden, der den Interessen des weltweiten Eishockeys dient“, hieß es in dem Statement.

Die Bundesregierung hatte der IIHF und dem DEB zuvor ihre Unterstützung bei den diplomatischen Verhandlungen zugesichert. Die WM in Deutschland solle stattfinden, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. „Das wäre angesichts der Boykotte bei Zulassung Russlands faktisch aber nicht möglich“, erklärte er und kündigte ebenfalls weitere Gespräche an.

Belarus bleibt von WM-Turnieren ausgeschlossen

Klarheit hat die IIHF dagegen bereits in Sachen Belarus geschaffen. Die Männer-Auswahl und die U20 des Landes, das Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt, darf nicht an den kommenden WM-Turnieren teilnehmen. Der IIHF-Disziplinarausschuss habe entschieden, dass keine rechtliche Grundlage für die Anordnung einer sofortigen Wiederaufnahme bestehe.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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