Zweites Remis im zweiten Spiel

Der nächste WM-Coup: Kap Verde ärgert auch Uruguay

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Kap Verde durfte gegen Uruguay gleich zweimal jubeln.

Kap Verde durfte gegen Uruguay gleich zweimal jubeln.

Von dpa

Das WM-Märchen der Kap Verden geht weiter. Sechs Tage nach dem sensationellen 0:0 gegen Titelfavorit Spanien erkämpfte sich der kleine Inselstaat ein 2:2 (1:2) gegen den zweimaligen Weltmeister Uruguay. Gegen den Gruppenletzten Saudi-Arabien hat der Außenseiter nun am kommenden Samstag die Chance, sich gleich bei seiner ersten WM-Teilnahme für die K.-o.-Runde zu qualifizieren.

Vor 64.003 Zuschauern in Miami brachte Kevin Pina Kap Verde mit dem ersten Tor in der WM-Geschichte des Landes in Führung. Der Defensivspieler aus der russischen Liga versenkte einen 25-Meter-Freistoß in der 21. Minute direkt.

Kurz vor der Pause kassierte das neue Lieblingsteam vieler Fußball-Fans zwar zwei Gegentore in nur sieben Minuten: Maxi Araujo (44.) und Agustin Canobbio (45.+6) trafen für die ansonsten sehr einfallslosen und erneut enttäuschenden Südamerikaner.

Maxi Araujo (M) jubelt über sein Tor zum 1:1 für Uruguay.
Maxi Araujo (M) jubelt über sein Tor zum 1:1 für Uruguay.
Maxi Araujo (M) jubelt über sein Tor zum 1:1 für Uruguay.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.
Der Außenseiter jubelt: Kevin Pina (Nr. 6) und seine Teamkollegen feiern das erste Tor in der WM-Geschichte Kap Verdes.
Uruguays Guillermo Varela bei einer schönen Ballannahme.
Uruguays Guillermo Varela bei einer schönen Ballannahme.
Uruguays Guillermo Varela bei einer schönen Ballannahme.
Spielte unter den Augen seiner Mutter: Kap Verdes Torwart-Held Vozinha.
Spielte unter den Augen seiner Mutter: Kap Verdes Torwart-Held Vozinha.
Spielte unter den Augen seiner Mutter: Kap Verdes Torwart-Held Vozinha.

Doch Kap Verdes Team zeigte erneut ein großes Herz: Der drei Minuten vorher eingewechselte Helio Varela nutzte in der 61. Minute eine dramatische Fehlerkette Uruguays. Zunächst spielte Verteidiger Mathias Olivera vom SSC Neapel dem Torschützen den Ball völlig unbedrängt in den Fuß. Dann hatte auch Keeper Fernando Muslera völlig unnötigerweise sein Tor verlassen.

Rund 25.000 Uruguayer im Stadion machten diese Partie zu einem Heimspiel für den Weltmeister von 1930 und 1950. Weltweit aber drückten viele Fans dem WM-Debütanten Kap Verde die Daumen.

Dessen Außenseiter-Story von einem 40-jährigen Torwart, der über sich hinauswuchs und seine Mutter im Stadion vermisste, bewegte viele Menschen. Nach Klärung aller Visa-Probleme war die Mama Ana Candida Evora diesmal live dabei, um den neuen WM-Helden Vozinha zu unterstützen.

Sie schickte vorher noch eine Video-Botschaft ans Team („Seid stark und mutig, blaue Haie!) - und sah dann Bemerkenswertes: Zum ersten Mal bei einem WM-Spiel waren beide Torhüter über 40. Und anders als gegen Spanien bekam ihr Sohn diesmal kaum etwas zu tun.

Uruguay zeigte sich regelrecht geschockt durch den 0:1-Rückstand und blieb vorn bis zu dem Doppelschlag komplett harmlos. Nach dem Wechsel machte der Favorit dann den Fehler, die 2:1-Führung nur noch verwalten zu wollen. Das hielt Kap Verde im Spiel und wurde durch den slapstickartigen Ausgleich bestraft.

Uruguay drängte in einer wilden Schlussphase wieder auf ein drittes Tor und vergab noch mehrere gute Chancen. Doch ein Schuss von Brian Rodriguez wurde geblockt (86.), ein Freistoß von Fede Valverde flog knapp über das Tor (90.) und auch Canobbio schoss bei einem schnellen Konter daneben (90.+3).

Vozinha war nur vorher noch einmal im Blickpunkt gestanden: Nach einem Eckball lenkte der Torwart den Ball an den Pfosten, Maxi Araujo staubte aus kurzer Distanz ins Tor ab - doch der Schiedsrichter und danach auch der VAR entschieden auf Abseits (70.). Vozinhas Mutter tänzelte und zitterte dazu auf der Tribüne mit.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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