WM-Achtelfinale komplett

Das war die WM-Nacht: Messi zittert, Klopp ist bereit

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Messi jubelte - aber erst nach einem harten Stück Arbeit und einer Verlängerung gegen Kap Verde.

Messi jubelte - aber erst nach einem harten Stück Arbeit und einer Verlängerung gegen Kap Verde.

Von dpa

Fußball-Weltmeister Argentinien hat das WM-Märchen von Kap Verde nur mit großem Zittern beendet. Der Titelverteidiger benötigte seinen Superstar Lionel Messi, eine 30-minütige Extrazeit und zwei überraschende Rückschläge, um den krassen Außenseiter in einem packenden und denkwürdigen Sechzehntelfinale mit 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung niederzuringen.

Vor 64.478 Zuschauern in seiner Wahlheimat Miami schoss Messi in der 29. Minute bereits sein siebtes Tor bei diesem Turnier und sein 20. insgesamt bei einer WM. Nach der Pause bestrafte Deroy Duarte (59.) das erste Mal die argentinische Passivität.

Auch in der Verlängerung kam der kleine Inselstaat nach dem 1:2 durch Lisandro Martínez (93.) noch einmal zurück. Denn der frühere Rot-Weiß-Erfurt- und Viktoria-Köln-Spieler Sidny Lopes Cabral gelang in der 103. Minute ein Traumtor. Argentiniens Treffer zum 3:2 wurde von der FIFA als Eigentor von Diney Borges gewertet in der 111. Minute - nach einem Eckball von Messi.

Mohamed Salah freut sich sehr auf das Achtelfinal-Duell mit Messi.
Mohamed Salah freut sich sehr auf das Achtelfinal-Duell mit Messi.
Mohamed Salah freut sich sehr auf das Achtelfinal-Duell mit Messi.
Jürgen Klopp hat die Gespräche mit dem DFB bestätigt. (Archiv-Foto)
Jürgen Klopp hat die Gespräche mit dem DFB bestätigt. (Archiv-Foto)
Jürgen Klopp hat die Gespräche mit dem DFB bestätigt. (Archiv-Foto)
Arias traf in der ersten Halbzeit zum 1:0.
Arias traf in der ersten Halbzeit zum 1:0.
Arias traf in der ersten Halbzeit zum 1:0.

Geheimfavorit Kolumbien mit Bayern-Star Luis Diaz darf weiter auf den ersten Viertelfinale-Einzug bei einer Fußball-WM seit 2014 hoffen. Die Südamerikaner gewannen ihr Sechzehntelfinale gegen Ghana mit 1:0 (1:0) und treffen nun am Dienstag in Vancouver auf die Schweiz.
Vor 69.045 Zuschauern in Kansas City erzielte Jhon Arias in der 14. Minute den Siegtreffer für Kolumbien. 2014 waren die Kolumbianer im Viertelfinale an Gastgeber Brasilien gescheitert, der wiederum im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland legendär mit 1:7 verloren hatte.

Einer der „besten Tage“ seines Lebens wurde für den als ägyptischer „König“ gefeierten Mohamed Salah nach der Ankunft im Teamhotel in Dallas noch viel besser. Der Superstar der Pharaonen und sein Team wurden von Hunderten Fans begeistert empfangen - und gemeinsam feierten sie eine stimmungsvolle WM-Straßen-Party nach dem historischen Achtelfinal-Einzug durch ein 4:2 nach Elfmeterschießen gegen Australien.

Auf den Schultern eines anderen sitzend wackelte Salah zu arabischen Rhythmen, erst nach rund einer halben Stunde zog es ihn ins Hotel. Wohl auch, um seinen Achtelfinalgegner am Fernseher zu beobachten. Und dort konnte der 34-Jährige dann sehen, wie sich Argentinien mit Ausnahmekönner Lionel Messi gegen Außenseiter Kap Verde zu einem 3:2-Sieg nach Verlängerung mühte.

Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund für das Bundestrainer-Amt bestätigt, rechnet aber nicht mit einer kurzfristigen Einigung. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, sagte Klopp bei MagentaTV. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: „Zeit“.

Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte Klopp. Nagelsmann hatte am Freitag - vier Tage nach dem WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay - das Amt aufgegeben.

Das Achtelfinale zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England soll entgegen vorheriger Gerüchte wie ursprünglich geplant angepfiffen werden. Britische Medien berichteten am Abend, es bleibe bei der Anstoßzeit am Sonntag 18.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ/Magenta TV) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt. Zuvor war über die Vorverlegung der Partie um bis zu sechs Stunden wegen der Sorge vor schweren Gewittern debattiert worden.

Der Weltverband FIFA hatte diese Gespräche nicht bestätigt. Den mexikanischen und den englischen Verband trafen die Medienberichte über eine Verlegung unvorbereitet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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