„In Summe einfach ärgerlich“
Simbach verliert unglücklich bei Bezirksliga-Spitzenteam Neufraunhofen

Charly Becherer
Der FC-DJK Simbach um Tobias Lieb kann trotz Niederlage auf das Auswärtsspiel in Neufraunhofen aufbauen.
Schade FC Simbach. Im Flutlichtspiel beim ehemaligen Landesligisten SV Neufraunhofen am Freitagabend wäre mehr möglich gewesen. Im bisher besten Saisonspiel gegen den bisher stärksten Gegner der Bezirksliga West verlor das Team von Tobi Biermeier und Daniel Ritzinger knapp mit 1:2.
Nach einem frühen 0:2-Rückstand steigerte sich die Mannschaft deutlich, übernahm über weite Strecken die Initiative und drängte in der zweiten Halbzeit auf die Wende. Am Ende reichte es trotz guter Möglichkeiten und eines späten Treffers von Enis Ersayin nicht mehr zum Punktgewinn.
Neufraunhofen präsentierte sich in der Anfangsphase effizient: In der 7. Minute traf Stefan Brenninger aus rund 16 Metern zum 1:0, wobei der Ball auf dem nassen Rasen unangenehm aufsetzte. Nur sieben Minuten später war Brenninger erneut zur Stelle. Nach einem langen Ball setzte er sich durch und erhöhte auf 2:0.
Simbach ließ sich von diesem frühen Rückschlag jedoch nicht aus der Partie nehmen. Thomas Einhell zwang SVN-Keeper Thomas Huber aus der Distanz zu einer Parade, Sommersberger setzte den Nachschuss daneben.
In der Folge wurden die Gäste immer gefährlicher. Ein Schuss von Sommersberger ging knapp vorbei, Samuel Guth prüfte Huber aus rund 30 Metern und eine Doppelchance durch Sommersberger und Tobias Lieb wurde zur Ecke geklärt.
Die größte Gelegenheit zum Anschlusstreffer hatte Robert Perstorfer in der 35. Minute. Nach einem starken Steckpass von Sommersberger tauchte er frei vor Huber auf, schob den Ball jedoch hauchdünn am rechten Pfosten vorbei.
Wenig später bekam Simbach einen Foulelfmeter zugesprochen. Thomas Einhell übernahm die Verantwortung, doch Huber ahnte die Ecke und verhinderte den längst verdienten Anschlusstreffer. So ging der FCS mit einem 0:2 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb Simbach am Drücker. Mit Luca Schettler für Robert Perstorfer kam frischer Schwung. Lieb hatte einen Abschluss, der zur Ecke abgefälscht wurde. Auch nach einem nicht geahndeten taktischen Foul an Lieb blieb die Partie umkämpft.
Die Gäste erhöhten den Druck und kamen immer wieder gefährlich in den Strafraum. Nach einer Ecke von Guth köpfte Einhell aufs Tor, doch Huber war erneut zur Stelle. Auf der anderen Seite blieb Neufraunhofen bei Standards gefährlich und hatte in der 81. Minute Pech, als eine direkt getretene Ecke an der Latte landete.
Drei Minuten später belohnte sich Simbach endlich für seinen Aufwand. Der eingewechselte Ersayin behauptete sich im Strafraum gegen mehrere Gegenspieler, drehte sich um die eigene Achse und schloss zum 1:2 ab.
Nächstes Spiel gegen Letzten Oberschneiding
In einer packenden Schlussphase war Simbach dem Ausgleich sehr nahe. Lieb scheiterte nach einer Ecke mit einem Drehschuss am starken Huber, kurz darauf kam auch Daniel Ritzinger in aussichtsreicher Position zum Abschluss. In der Nachspielzeit warf der FCS noch einmal alles nach vorne und erzwang eine weitere Ecke. Der verdiente Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen.
So stand am Ende eine knappe Niederlage fest. Simbacher konnte aber - insbesondere aus der Reaktion auf den frühen 0:2-Rückstand - viel Positives mitnehmen. Der FCS zeigte Charakter, erspielte sich Möglichkeiten und war über lange Phasen ebenbürtig.
Nächste Woche am Samstag steht das Heimspiel gegen den TSV Oberschneidung an. Anstoß in Simbach um 14 Uhr. Anschließend spielt das A-Klassenteam gegen Zeholfing.
Tobias Biermeier, Trainer vom FC-DJK Simbach, äußert sich zur Partie: „Extrem ärgerlich für uns, weil wir die erste Viertelstunde verschlafen haben. Wir sind folgerichtig mit zwei Toren in Rückstand geraten, hatten danach aber gute Chancen vor der Halbzeit. In der zweiten Hälfte waren wir wieder gut im Spiel, haben den Anschlusstreffer aber leider erst zu spät erzielt. Im Anschluss hatten wir dann noch eine gute Chance zum Ausgleich. In Summe ist es einfach ärgerlich, weil wir wieder knapp dran waren, bei einem starken Team etwas mitzunehmen.“












