SSV Jahn Regensburg

Nach neun Gegentoren in zwei Spielen: Der SSV Jahn muss gegen Stuttgart die Abwehr stabilisieren

Der SSV Jahn um Wirbelwind Aias Aosman ist am Mittwochabend bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart zu Gast. (Foto: Fabian Roßmann)

Der SSV Jahn um Wirbelwind Aias Aosman ist am Mittwochabend bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart zu Gast. (Foto: Fabian Roßmann)

Von Redaktion idowa

Alexander Schmidt, Trainer des SSV Jahn Regensburg, wirkte am Samstag ratlos. Da hatte seine Mannschaft gerade Moral bewiesen, ging trotz zweimaligem Rückstands gegen Hansa Rostock mit 4:2 in Führung, um dann in den Schlussminuten doch noch zwei Gegentreffer zu kassieren und letztlich nur mit einem Zähler dazustehen. Es war ein Spiel, das es schleunigst aufzuarbeiten gilt, denn viel Zeit bleibt nicht, bis am Mittwochabend mit dem VfB Stuttgart II bereits der nächste Gegner auf die Oberpfälzer wartet.

"Dann bist du als Trainer auch machtlos", so Schmidt, weil er nicht wusste, wie er die drei Gegentore nach Eckbällen anders erklären sollte. Viermal schockte Hansa-Stürmer Marcel Ziemer, den man einfach nicht in den Griff bekam, die Hintermannschaft des SSV Jahn. Zwischenzeitlich durfte er im Fünfmeterraum sogar völlig ungedeckt zum Fallrückzieher ansetzen und unter den großen Augen der Jahn-Verteidigung seine Bewerbung für das "Tor des Monats" abschicken.

Im Tor der Regensburger stand an seinem 33. Geburtstag erneut Stephan Loboué. Vor der Saison war der Routinier mit vielen Erwartungen von Drittliga-Absteiger Wacker Burghausen geholt worden. Er sollte mit seiner Erfahrung die Hintermannschaft des SSV Jahn stabilisieren. Doch nach gerade einmal drei Partien wurde Loboué degradiert. Im Auswärtsspiel bei Borussia Dormund II stand plötztlich Dominik Bergdorf, vor der Saison von der zweiten Mannschaft des SC Freiburg gekommen, zwischen den Pfosten.

"Müssen das Positive mitnehmen"

Gegen Hansa Rostock nun also nach nur einem Drittligaspiel der Rückwechsel. Um der Abwehr, die nach dem Ausfall von Kapitän Sebastian Nachreiner sichtlich geschwächt ist, Sicherheit zu geben, ist die Torhüter-Rotation wohl nur bedingt ratsam. Denn die Folge waren neun (!) Gegentreffer in den letzten beiden Partien und gegen Rostock war man mit nur vier Gegentoren aufgrund von allein zwei Aluminiumtreffern und einer Glanzparade von Loboué noch gut bedient.

Jetzt steht für den SSV Jahn eine Englische Woche an, es geht am Mittwochabend zur Zweitvertretung von Bundesligist VfB Stuttgart. Und ein Sieg ist Pflicht, da braucht man gar nicht lange um den heißen Brei herum reden. Die Schwaben sind noch schlechter in die Saison gestartet als der Jahn, liegen mit drei Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt setzte es eine 1:4-Niederlage gegen Tabellenführer Wehen Wiesbaden. Ob der SSV Jahn dieses Mal die mit vier Treffern harmloseste Offensive der Dritten Liga in den Griff bekommt?

Man müsse die individuellen Fehler abstellen, erklärte Jahn-Coach Alexander Schmidt nach dem Rostock-Spiel. Ähnlich sieht das auch Thomas Kurz, der nach der Verletzung von Sebastian Nachreiner von der "Sechs" in die Innenverteidigung gerückt ist, wie er gegenüber dem "BR" erklärte: "Wir haben gesehen, dass wir es können. Wir müssen das Positive herausziehen, die Fehler abstellen." Gelingt das, sollte ein Dreier im Schwabenland möglich sein und man könnte erstmal für ein bisschen Ruhe im Umfeld sorgen.

So könnte der SSV Jahn spielen: Loboué - Trettenbach, Windmüller, Rech, Dürmeyer - Kurz, Geipl - Hein, Erwig-Drüppel (Muhovic) - Aosman, Lienhard (Dressler)

Der Deggendorfer Robin Yalcin zieht im Mittelfeld der Stuttgarter die Fäden. (Foto: Rauchensteiner / Augenklick)

Der Deggendorfer Robin Yalcin zieht im Mittelfeld der Stuttgarter die Fäden. (Foto: Rauchensteiner / Augenklick)

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