Krankenhausreform
Arberlandklinik: Schlaganfallversorgung zieht von Zwiesel nach Viechtach

dpa
Viechtach wird an das Telemedizinische Schlaganfallnetzwerk angeschlossen. In Zwiesel steht künftig ein neurologischer Konsildienst bereit.
Mit Ablauf des 15. März 2026 endet die Anbindung an das Telemedizinische Schlaganfallnetzwerk Südostbayern am Standort Zwiesel. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag hervor.
Zum 1. April 2026 nehme der telemedizinische Dienst an der Arberlandklinik Viechtach seinen Betrieb auf. Diese neue Zuweisung des Versorgungsauftrags für die Schlaganfallversorgung geschieht im Zuge der Krankenhausreform durch den Krankenhausplanungsausschuss des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Der Name Tempis steht für „Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in der Region Südostbayern“. Es ist der Mitteilung zufolge eines der führenden Tele-Schlaganfall-Netzwerke in Europa, an dem auch die Arberlandkliniken seit vielen Jahren beteiligt sind. Die Idee dahinter: Gerade Patienten in ländlichen Regionen sollen im Notfall schnell eine spezialisierte Schlaganfallbehandlung bekommen - selbst wenn gerade kein Neurologe vor Ort ist. Dafür wird ein Neurologe aus dem Schlaganfallzentrum in München-Harlaching per Videokonferenz zugeschaltet.
Der Schritt sei nötig, um künftig unter anderem die gestiegenen Anforderungen an die fachärztliche Versorgung erfüllen zu können, so die Aberlandkliniken. Drei Neurologen stehen dafür am Standort in Viechtach zur Verfügung. Damit in der rund zweiwöchigen Übergangszeit ohne Anbindung an TEMPiS die Schlaganfallversorgung weiterhin abgesichert ist, werden die Fachärzte für Neurologie Rufbereitschaftsdienste in Zwiesel übernehmen, um die Versorgung bis zum 31. März 2026 aufrechtzuerhalten.








