Ein Schwerverletzter
Sperrung der A3 im Landkreis Passau nach Kollision dreier Sattelzüge

Helmut Degenhart/Zema-Medien
Drei Sattelzüge sind am frühen Dienstagnachmittag auf der A3 im Landkreis Passau kollidiert.

Gegen 13.05 Uhr hat sich am Dienstag auf der A3 zwischen der Landesgrenze Suben und der Anschlussstelle Pocking (Landkreis Passau) ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Sattelzügen ereignet. Laut Polizei wurde ein Lkw-Fahrer dabei schwer verletzt.
Kurz vor der Anschlussstelle Pocking hatte sich ein Rückstau gebildet. Deshalb musste ein 36-jähriger Bosnier mit seinem slowenischen Sattelzug bis zum Stillstand abbremsen. Ein nachfolgender 45-jähriger Tscheche aus dem südlichen Landkreis Passau konnte seinen Sattelzug noch rechtzeitig mit einer Gefahrenbremsung anhalten. Ein 55-jähriger Rumäne erkannte die Situation nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei jedoch zu spät und fuhr nahezu ungebremst auf den stehenden Sattelzug auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser auf den vorausstehenden Auflieger geschoben.
Die Zugmaschine des rumänischen Sattelzugs wurde vollständig deformiert. Der 55-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die beiden anderen Fahrer konnten ihre Fahrzeuge selbst verlassen und blieben unverletzt.
Die Autobahn war zwischen der Landesgrenze Suben und der Anschlussstelle Pocking in Fahrtrichtung Deggendorf zunächst komplett gesperrt. Die Ausleitung des Verkehrs erfolgte durch die österreichische Autobahnpolizei an der Anschlussstelle Suben. Die Bergungsarbeiten zogen sich bis etwa 22.50 Uhr hin. Grund dafür war unter anderem, dass die rund 24 Tonnen Papierladung des rumänischen Sattelzugs separat abtransportiert werden mussten. Erst danach konnte die Fahrbahn wieder vollständig freigegeben werden.
Im Einsatz waren mehrere Feuerwehren aus der Region, vier Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Autobahnmeisterei Passau.











