Hochwasserschutz
In Aiglsbach fließen jetzt Mittel ins Rückhaltebecken

Gemeinde Aiglsbach
Besserer Schutz bei Starkregen: Das neue Rückhaltebecken in Aiglsbach hält das Wasser in der Flur zurück.

Nach heftigen Regenfällen kämpfen die Einwohner von Aiglsbach regelmäßig mit überfluteten Kellern und verschmutzten Straßen. Ein neu errichtetes Rückhaltebecken soll nun Abhilfe schaffen.
Das Amt für Ländliche Entwicklung in Niederbayern, ALE, fördert das Projekt im Rahmen eines kombinierten Dorf- und Flurneuordnungsverfahrens mit 219.000 Euro, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Arbeiten wurden 2024 erfolgreich beendet. Die Gemeinde hat bereits den Verwendungsnachweis eingereicht und Anfang Dezember den abschließenden Bescheid erhalten, womit sie nun die volle Fördersumme nutzen kann. Ein Teil der Mittel floss bereits im Vorjahr. Auch für weitere Becken in Pöbenhausen und Oberpindhart sind die Planungen abgeschlossen; sie warten auf Genehmigung.
Regenwasser soll auf Feldern gehalten werden
Die Wetterextreme nehmen zu, mit unberechenbaren Starkregen und langen Trockenperioden. Dies führt zu Bodenverlust, Überschwemmungen, Verschmutzung von Gewässern und Dürreschäden. Angesichts dieser Veränderungen braucht es Anpassungen in der Landnutzung und Landschaftsgestaltung. Seit Jahren setzt das ALE Niederbayern auf dezentrale Wasserrückhaltung: Man will den Gemeinden helfen, Lösungen für ihre Wasserprobleme zu finden, erklärt der Amtsleiter Hans-Peter Schmucker. Ziel sei es, Regenwasser möglichst lang auf den Feldern zu halten oder kontrolliert abzuleiten, ohne das Landschaftsbild zu stören oder den Bauern Land wegzunehmen.
In Aiglsbach, das in einem Tal liegt, führen Regenfälle oft zu einer Überlastung des Abwassersystems und zu Überschwemmungen. Das Rückhaltebecken am östlichen Ortsrand, nordöstlich einer Kreisstraße, wurde aus Erde gestaltet und stabilisiert. Es kann 3.800 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Die Gesamtkosten betrugen etwa 350.000 Euro, wovon das ALE 219.000 Euro beisteuert. Bürgermeister Leonhard Berger dankt dem Amtsleiter für die Unterstützung. Die Gemeinden müssten sich auf den Klimawandel einstellen und Schutzmaßnahmen ergreifen. Das Projekt „boden:ständig“ biete hier passende, landschaftsgerechte Lösungen.








