Starkes Netzwerk

Suchtarbeitskreis Dingolfing-Landau seit 45 Jahren aktiv

Was im Juli 1981 als fachlicher Zusammenschluss begonnen hatte, hat sich zu einem starken Netzwerk entwickelt, das Prävention, Vernetzung und Unterstützung im Bereich Sucht nachhaltig stärken soll.

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Der Suchtarbeitskreis besteht seit 45 Jahren.

Der Suchtarbeitskreis besteht seit 45 Jahren.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Landau

Seit 45 Jahren leistet der Suchtarbeitskreis Dingolfing-Landau kontinuierlich Arbeit für den Landkreis. Was im Juli 1981 als fachlicher Zusammenschluss begonnen hatte, hat sich zu einem starken Netzwerk entwickelt, das Prävention, Vernetzung und Unterstützung im Bereich Sucht nachhaltig stärken soll, wie das Landratsamt mitteilt.

Im Suchtarbeitskreis arbeiten zahlreiche Institutionen, Träger und Fachstellen aus den Bereichen Suchthilfe, Gesundheitswesen, Jugendhilfe, Bildung, Justiz, Polizei, Sozialarbeit und Prävention eng zusammen. Vertreten sind unter anderem die Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme Dingolfing, die stationäre Einrichtung für Suchtkranke Schloss Tannegg, das Bezirksklinikum Mainkofen, der sozialpsychiatrische Dienst der Caritas Landau, der Betreuungsverein 1:1, Selbsthilfegruppen wie der Kreuzbund, Krankenkassen, das Gesundheitsamt, die Polizeiinspektionen sowie das Amtsgericht. Ebenso bringen Präventionsbeauftragte von Schulen und Unternehmen, Betriebsärzte, das Jugendzentrum Dingolfing, Streetwork, die kommunale Jugendarbeit, Gemeindejugendpfleger, die katholische Jugendstelle, der Kreisjugendring, die katholische Erwachsenenbildung (KEB), die gfi Landshut, das Jobcenter, die Freiwilligen Agentur sowie die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, ihre Erfahrungen und Kompetenzen ein.

Ziel war es von Beginn an, die Einrichtungen und Fachkräfte im Landkreis miteinander zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Strategien im Umgang mit dem Thema Sucht zu entwickeln. Grundlage hierfür war ein Auftrag der Regierung von Niederbayern, in jedem Landkreis einen Suchtarbeitskreis an den Gesundheitsämtern einzurichten. Aus diesem Gedanken heraus entstand ein Netzwerk, das bis heute von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und dem Engagement seiner Mitglieder lebt.

Im Laufe der vergangenen 45 Jahre hat sich der Arbeitskreis kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Partner kamen hinzu, bestehende Kooperationen wurden ausgebaut und die Themenfelder erweiterten sich entsprechend gesellschaftlicher Entwicklungen. Neben der klassischen Suchthilfe rückten zunehmend auch Prävention, Gesundheitsförderung, Frühintervention sowie die Unterstützung von Angehörigen in den Fokus.

Sichtbar machen und für Risiken sensibilisieren

Dies spiegelte sich in zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten wider: Informationsveranstaltungen für Fachkräfte und die Öffentlichkeit, Präventionsprojekte an Schulen, Aktionstage im Landkreis sowie Kampagnen zu Suchtrisiken haben dazu beigetragen, das Thema Sucht sichtbar zu machen und frühzeitig für Risiken zu sensibilisieren. Gleichzeitig stand dabei der direkte Austausch mit unterschiedlichen Zielgruppen im Mittelpunkt, um Zugänge zu Hilfsangeboten zu erleichtern und Hemmschwellen abzubauen.

Der Suchtarbeitskreis Dingolfing-Landau trifft sich einmal pro Quartal und bietet damit einen festen Rahmen für den fachlichen Austausch sowie die gemeinsame Weiterentwicklung von Maßnahmen im Bereich Sucht. Einmal jährlich findet zudem eine Informationsfahrt in eine Suchthilfeeinrichtung statt, um aktuelle Entwicklungen und praktische Arbeitsansätze vor Ort kennenzulernen.

Informationsabend zur Stigmatisierung

Für die inhaltliche Vertiefung und praktische Umsetzung arbeiten Unterarbeitskreise, beispielsweise der Arbeitskreis Stigmatisierung oder der Arbeitskreis Medien. Dort werden konkrete Projekte und Aktionen zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen entwickelt und umgesetzt. So veranstaltet der AK Stigmatisierung am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr einen Informationsabend zum Thema „Suchterkrankung und Stigmatisierung“ im Stadtteilzentrum Nord.

Die Geschäftsführung des Suchtarbeitskreises liegt bei Julia Dichtl, Sozialpädagogin am Gesundheitsamt im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung. Zu den zentralen Aufgaben des Arbeitskreises gehören Information, Vernetzung, Prävention sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der regionalen Hilfsstrukturen.

Auch nach 45 Jahren bleibt der Suchtarbeitskreis seinem Auftrag treu. Die Herausforderungen verändern sich, das gemeinsame Ziel bleibt jedoch bestehen: Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, Sucht vorzubeugen und die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen im Landkreis weiter zu stärken.

Wirksame Suchthilfeangebote basieren auf Expertise, langjähriger Erfahrung, wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und einem kontinuierlichen fachlichen Austausch. Nachhaltige Prävention gelinge dort, wo diese Kompetenzen mit der Erfahrung und Vernetzung der regionalen Fachstellen zusammenkommen. Sie kennen die lokalen Bedarfe, verfügen über die notwendige Fach- und Beratungskompetenz und entwickeln ihre Angebote kontinuierlich weiter. Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen ermögliche es, Hilfsstrukturen zu nutzen, Angebote weiterzuentwickeln und auf neue Herausforderungen zu reagieren.

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