Zum Jubiläum
Teilhabe im Heißluftballon: Offene Behindertenarbeit Landau hebt ab

Silke Bols/OBA
Sechs Menschen mit Beeinträchtigungen, darunter zwei Rollstuhlfahrer, sowie zwei ehrenamtlich Engagierte durften sich über den Gewinn freuen.

Acht Gewinner der Jubiläumsverlosung der Offenen Behindertenarbeit (OBA) des Kreis-Caritasverbandes Landau haben Ende September einen ganz besonderen Morgen erlebt: Gemeinsam gingen sie in Dingolfing mit einem Heißluftballon in die Luft. Darüber informiert die OBA in einer Pressemittelung.
Bei der großen Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Offenen Behindertenarbeit im Juni waren insgesamt acht Plätze verlost worden. Sechs Menschen mit Beeinträchtigungen, darunter zwei Rollstuhlfahrer, sowie zwei ehrenamtlich Engagierte durften sich über den Gewinn freuen.
Bereits früh am Morgen traf sich die Gruppe auf der Zirkuswiese in Dingolfing mit Reinhard Asenbauer von Ballonfahrten Asenbauer. Bevor es überhaupt in die Luft ging, war Teamarbeit gefragt: Gemeinsam wurde der Ballon vorbereitet und unter fachkundiger Anleitung startklar gemacht. Dabei konnten sich alle nach ihren Möglichkeiten beteiligen.
Im Korb mit zwei Rollstuhlfahrern
Dann kam der entscheidende Moment: Die Teilnehmer stiegen in den Korb, die beiden Rollstuhlfahrer wurden mit Unterstützung sicher hineingehoben - und wenig später hob der Ballon ab. Die Fahrt führte über die herbstliche Landschaft des Landkreises Richtung Moosthenning und schließlich weiter in Richtung Mamming. Nach rund drei Stunden setzte der Ballon bei Großköllnbach sanft auf einem Feld auf. Auch die Landung wurde zu einem Gemeinschaftserlebnis. Anwohner kamen mit ihren Kindern dazu und halfen spontan beim Zusammenlegen und Verladen des Ballons.
Bei der klassischen Ballontaufe erzählte Asenbauer zum Abschluss von der Geschichte des Ballonfahrens und nahm die frischgebackenen Ballonfahrer mit Urkunde und individuellem Ballonfahrer-Adelstitel in den Kreis der Ballonfahrer auf. Die Begeisterung war entsprechend groß. „Gleich noch mal!“, rief einer der Teilnehmer unmittelbar nach der Landung.
Möglichkeiten eröffnen und Erlebnisse zutrauen
Für Silke Bols, Leiterin der Offenen Behindertenarbeit, steckt in diesem besonderen Ausflug zugleich vieles von dem, wofür die OBA seit 30 Jahren steht: „Teilhabe bedeutet für uns, Menschen mit Behinderung Möglichkeiten zu eröffnen und ihnen Erlebnisse zuzutrauen, die nicht alltäglich und manchmal auf den ersten Blick auch nicht selbstverständlich sind. Bei dieser Ballonfahrt haben wir erlebt, was möglich wird, wenn alle gemeinsam nach Lösungen suchen und einfach mit anpacken. Genau solche Erfahrungen bleiben - und sie machen Mut, auch beim nächsten Mal wieder etwas Neues auszuprobieren“, sagt Bols.
Dass zum 30-jährigen Jubiläum der OBA solche besonderen Erlebnisse möglich waren, sei auch der Unterstützung zahlreicher Förderer zu verdanken. „Solche außergewöhnlichen Angebote lassen sich aus den regulären Mitteln unserer Arbeit nicht einfach finanzieren. Umso dankbarer bin ich für Menschen und Unternehmen, die uns mit ihren Spenden unterstützen“, betont Martin Hohenberger, geschäftsführender Vorstand des Kreis-Caritasverbandes.









