Blasmusik im Festzelt
Stadtkapelle Landau spielt vor vielen Fans auf der Oidn Wiesn

Markus Tschöp
Die Landauer Stadtkapelle kam am Oktoberfest so gut an, dass Zugaben gefordert wurden.

Über 100 Landauer haben sich am Dienstagvormittag auf den Weg Richtung Oktoberfest gemacht. Die Landauer Stadtkapelle hatte zum wiederholten Mal die Ehre, auf der Oidn Wiesn aufzutreten. Mit im Gepäck hatten sie dieses Jahr einen randvollen Doppeldecker-Bus mit Fans. Musikalischer Leiter Heinrich Troiber und Vorsitzender Markus Tschöp zeigten sich erfreut über diese große Unterstützung. Bereits bei der Hinfahrt war die Stimmung in beiden Bussen ausgelassen.
Der Auftritt der Stadtkapelle begann um 12 Uhr mit einem Standkonzert vor der Boandlkramerei. Schnell füllte sich der Biergarten mit Gästen, die den Klängen der Landauer Musiker lauschten. Es wurde am Ende des Auftritts sogar eine Zugabe vom Publikum gefordert.
Pünktlich um 13.45 Uhr nahm man Aufstellung zum Einzug durch die Oide Wiesn. Dritte Bürgermeisterin Heike Aichner übernahm dabei spontan die Funktion des Taferlbuam, also besser gesagt des Taferldirndls. Zusammen mit dem Trachtenverein D´Stoiwändler Wald und den Waldbergler Goaßlschnoizern zog man unter großem Hallo in das Augustiner Festzelt Tradition ein. Dort wird nicht nur Wert auf traditionelle Blasmusik gelegt, mitten im Zelt befindet sich zudem eine extra Bühne für bayerischen Volkstanz. Ausgeschenkt wird nach altem Brauch ausschließlich aus dem Hirschen, einem 200-Liter-Holzfass.
Der Auftritt der Landauer Stadtkapelle im Festzelt wurde nicht nur von den mitgereisten Fans fleißig beklatscht. Vor der Bühne fanden sich auch dieses Jahr wieder unzählige Freunde ehrlicher Blasmusik ein, die es immer zu schätzen wissen, wenn auch mal ein besonderes Schmankerl zu hören ist. So zum Beispiel die Solostücke von Marko Glashauser an der Tuba oder Johannes Troiber an der Trompete und Michael Attapin am Tenorhorn. Dirigent Heinrich Troiber zeigte sich begeistert von so viel Wertschätzung. Die 35 Mitwirkenden auf der Bühne machten sowohl optisch als auch von der Klangfülle her einen imposanten Eindruck. Und was die Qualität angeht, braucht sich die Stadtkapelle Landau hinter keiner professionellen Blaskapelle verstecken.
Bei einigen Stücken unterstützte Hans Peer die Kapelle mit seinem Gesang. Unterbrochen wurde der Auftritt der Landauer stündlich durch Volkstanz- oder Goaßlschnoizeinlagen. Am Ende des Tages forderten die Zuhörer ebenfalls wieder lautstark eine Zugabe.
Nächstes Jahr ist man wieder dabei
Für nächstes Jahr ist die Stadtkapelle übrigens schon wieder gebucht, und zwar für Sonntag, 19. September. Wer nicht extra in die Landeshauptstadt fahren möchte, um sich die Stadtkapelle anzuhören, hat am Samstag, 24. Oktober, beim Herbstkonzert in der Stadthalle die Möglichkeit. Karten gibt es online unter okticket.de oder vor Ort im Cactus-Buchladen. (red)









