Bauarbeiten

Die Isarbrücke in Landau soll nun doch noch heuer fertig werden

Das staatliche Bauamt beantwortet in einer Pressemitteilung die Fragen der Bürger dazu, wie mit der Isarbrückensperrung weiterhin verfahren wird - und was die Auslöser dazu waren.

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Das staatliche Bauamt erklärt nun, warum die Sanierung der Isarbrücke länger dauert.

Das staatliche Bauamt erklärt nun, warum die Sanierung der Isarbrücke länger dauert.

Von Redaktion Landau

Die Bedeutung der Isarbrücke in Landau ist für die Verkehrsteilnehmer aktuell deutlich spürbar, denn seit einem Jahr teilt die Sperrung für Autos, Busse und Lastwagen die Stadt in zwei Hälften. Dass das eine Herausforderung für die Bürger sein werde, war dem staatlichen Bauamt Landshut, wie es in einer Pressemitteilung wissen lässt, schon vor Beginn der Generalsanierung klar, weshalb eine zügige Bauabwicklung von Anfang an oberste Priorität gehabt habe. Nachdem bekannt wurde, dass es abermals zu Verzögerungen kommen wird, beantwortet das staatliche Bauamt in einer Pressemitteilung einige Fragen.

2026 oder 2027, wann wird die Isarbrücke fertig?
Wie das staatliche Bauamt mitteilt, steht nach den Abstimmungen zur weiteren Abwicklung des Projektes nun fest, dass zum Ende dieses Jahres die vollständige Nutzung der Brücke wieder möglich sein werde. Darüber seien sowohl die Stadt als auch der Landkreis informiert.

Wieso wurden die zusätzlichen Schäden erst während der Bauarbeiten entdeckt?
Bei solchen Sanierungen sei ein unerwarteter Zusatzaufwand immer wieder möglich, teilt das Staatliche Bauamt mit. Bei der Freilegung einzelner Brückenbauteile habe sich jedoch herausgestellt, dass die Schäden an den Stahlelementen deutlich umfangreicher seien als zuvor erkennbar. „Sie lagen verborgen und waren ohne vorherige Schwächung der Tragwerksstruktur von außen nicht sichtbar. Rückblickend hat sich gezeigt, dass die vor über 30 Jahren bei der damaligen Nachrüstung der Geh- und Radwege gewählte Bauweise an unzugänglichen Stellen Korrosion begünstigte. Umso wichtiger, dass diese Schäden jetzt behoben werden“, so das Bauamt.

Wieso wirken sich die zusätzlichen Schäden so sehr auf den Bauverlauf aus?
„Tatsächlich nehmen die zusätzlichen Arbeiten und deren Vorbereitung und die Herstellung neuer Stahlbauteile im Werk mehr Zeit in Anspruch, als abzusehen war. Ein Übriges bewirkte der relativ strenge Winter mit dauerhaft niedrigen Temperaturen, der trotz vieler Bemühungen das Arbeiten vor Ort nur eingeschränkt zuließ.“ Insbesondere beim Korrosionsschutz sei es unerlässlich, bestimmte Mindesttemperaturen einzuhalten. „Gleichwohl erfolgte in dieser Zeit die Fertigung von Bauteilen im Stahlwerk. Die neuen Bleche und Bauteile sind sehr aufwendig vorzubereiten, zu beschichten und einzubauen.“

Welche Umstände führen darüber hinaus zu Verzögerungen im Zeitplan?
Der mit der Baufirma Strabag vereinbarte Bauzeitenplan ist laut staatlichem Bauamt von Anfang an sehr ambitioniert gewesen, um die Teilung so kurz wie möglich zu halten. Das Bauamt stehe im regelmäßigen Austausch mit der Stadt. „Alle Beteiligten haben darauf geachtet, Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, kurze und komfortable Umleitungen bereitzustellen und den Fußgängerverkehr so lange wie möglich über die Brücke zu führen. Erst nach dem Volksfest wurde die Brücke für den Fußgängerverkehr gesperrt. Auf Wunsch der Stadt wurde zum ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin der östliche Gehweg pünktlich zu Beginn des Christkindlmarktes wieder dauerhaft geöffnet. Wie sich herausstellt, beeinflusst jedoch die dauerhafte Öffnung den Bauverlauf erheblich, denn dadurch ist ein paralleles Arbeiten auf beiden Seiten nicht mehr wie anfangs geplant möglich.“ Durch nachdrückliche Forderung des staatlichen Bauamts sei es nun aber gelungen, Kapazitätsengpässe der Baufirma, die eine weitere Verzögerung von fünf Monaten bedeutet hätten, frühzeitig auszuräumen.

Warum entstand der Eindruck, auf der Baustelle werde oft nicht oder nur mit wenig Personal gearbeitet?
Auch auf diese Frage gibt das staatliche Bauamt nun eine Antwort: „Selbst wenn der Eindruck entstanden sein sollte, es werde nicht gearbeitet, stand das Projekt nicht still. Natürlich waren auch viele Arbeiten, die in der Einhausung und unter der Brücke stattfanden für die Bürgerinnen und Bürger nicht einsehbar.“

Ein Einblick für die Bürger

Das staatliche Bauamt Landshut empfängt alle interessierten Bürger zu einem Blick hinter die Kulissen der Baustelle. Dieser findet am Donnerstag, 21. Mai, von 17 bis 19 Uhr statt, der Treffpunkt für alle Interessierten ist auf der nördlichen Brückenseite.

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