Beinahe-Katastrophe

VAE: Flydubai-Copilot wollte Flughafen in Tel Aviv treffen

Die Emirate veröffentlichen neue Details zu dem Vorfall. (Archivbild)

Die Emirate veröffentlichen neue Details zu dem Vorfall. (Archivbild)

Von dpa

Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte die Maschine laut den Ermittlern in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf den israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen. Der aus dem Oman stammende Copilot habe geplant, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen und damit einen Selbstmordanschlag auf das Passagierterminal des Ben-Gurion-Flughafens zu verüben, sagte der Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad al-Shamsi, wie die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete.

Der 29-jährige Verdächtige habe im Rahmen seiner Vorbereitungen für die Tat zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt, um sich mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen. Er habe in den Ermittlungen gesagt, dass er allein gehandelt habe.

Der Flug war am 30. September von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf den Piloten kam. Nach emiratischen Erkenntnissen griff er ihn mit einer Rettungsaxt an. Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere eindrangen und den Angreifer überwältigten. Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk.

Laut al-Shamsi habe es bereits 2017 erste Anzeichen gegeben, dass sich der Mann während seines Studiums in Australien Extremismus und Terrorismus zuwandte. Demnach ließ er sich von den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA inspirieren. „Der Gedanke, eine ähnliche Aktion mit einem Flugzeug durchzuführen, verankerte sich fest in seinem Denken.“ Der Verdächtige, der im Januar dieses Jahres bei Flydubai einen Job angetreten hat, arbeitete laut den emiratischen Ermittlern zuvor für mehrere Fluggesellschaften in verschiedenen Ländern.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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