Steinmeier-Nachfolge

SPD-Politiker Wiese: Es ist Zeit für eine Bundespräsidentin

Vorschläge für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sollen im Herbst stehen. (Archivbild)

Vorschläge für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sollen im Herbst stehen. (Archivbild)

Von dpa

Die SPD-Fraktion pocht weiter auf eine Frau im obersten deutschen Staatsamt. „Ich glaube, es ist Zeit für eine Präsidentin“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Dirk Wiese, in Berlin. Es wäre richtig und gut, in der Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier eine Bundespräsidentin zu haben.

Wiese reagierte auf Äußerungen von Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU), auch ein Mann müsse im Amt möglich sein. „Wir sollten da offen rangehen“, hatte Frei dem Sender Welt-TV gesagt. Die Union beansprucht das Vorschlagsrecht für das Amt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vor einem Jahr gesagt, er könne sich eine Bundespräsidentin sehr gut vorstellen. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik. Im Herbst wollen die Spitzen der Union ihren Wunschkandidaten bekanntgeben.

Auch aus Aigners eigener Partei, der CSU, erhielt sie umgehend Rückendeckung: „Deutschland ist reif für eine Bundespräsidentin. Eine Frau als unser Staatsoberhaupt ist ein Gewinn für die Menschen im Land und die Politik“, sagte die Vorsitzende der Frauenunion in der CSU, Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf, dem BR. Frauen stünden für eine wertebasierte, verantwortungsvolle, demokratische, nahe und emphatische Politik. „Halt und Orientierung geben und einen klaren Kompass aufzeigen können Frauen genauso. Es gibt absolut keinen Grund daran zu zweifeln, dass eine Frau dieses Amt ausüben kann.“

Die Wahl von Steinmeiers Nachfolge steht am 30. Januar an. Steinmeier selbst darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Als mögliche Kandidatin kursiert seit einiger Zeit neben anderen die CSU-Politikerin Ilse Aigner. Wiese erklärte: „Das ist sicherlich etwas, dem können wir uns als SPD auch annähern“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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