Krieg in der Ukraine
Selenskyj: Moskau greift mit Hunderten Drohnen an

Efrem Lukatsky/AP/dpa
Das russische Militär setzte Hunderte Kampfdrohnen gegen Ziele im Nachbarland Ukraine ein. (Archivbild)
Das russische Militär hat die Ukraine am Karfreitag bei einem schweren Luftangriff mit Raketen und Drohnen überzogen. „Hunderte Shahed-Kampfdrohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Städte und Gemeinden“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken nach einem Telefonat mit Papst Leo XIV.
Selenskyj erklärte, so sehe die russische Antwort auf sein Angebot zu einer Waffenruhe über Ostern aus. Allerdings feiern die Kirchen in der Ukraine wie in Russland Ostern nach orthodoxem Kalender erst kommende Woche am 12. April.
Im Umland der Hauptstadt Kiew wurde nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Durch die Angriffe am helllichten Tag kam es nach Auskunft der örtlichen Stromversorger auch zu Stromausfällen in der Dreimillionenstadt Kiew und anderen Gebieten. Zuvor war wegen der Gefahr durch russische Raketen und Drohnen im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Demnach wurde der Großteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben. Als Vorsichtsmaßnahme ließ die polnische Armee zudem einer Mitteilung zufolge eigene Abfangjäger aufsteigen. Verletzungen des polnischen Luftraums habe es jedoch nicht gegeben. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.
Papst Leo bekräftigte nach Vatikan-Angaben in dem Telefonat mit Selenskyj seine Verbundenheit mit dem ukrainischen Volk. Er betonte die Dringlichkeit, der Bevölkerung die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Humanitäre Initiativen wie die Freilassung von Gefangenen seien wichtig. Der Papst erneuerte seinen Wunsch, dass mit internationalem Engagement „so bald wie möglich eine Beendigung der Feindseligkeiten und ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht werden könne“, hieß es in der Mitteilung.








