Extinction Rebellion

Protest gegen Gaspolitik: Brunnen leuchten bundesweit grün

Auch der Mauerbrunnen vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin leuchtete am Morgen grün.

Auch der Mauerbrunnen vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin leuchtete am Morgen grün.

Von dpa

Aus Protest gegen die Gaspolitik der Bundesregierung haben Aktivisten der Protestbewegung Extinction Rebellion in zahlreichen Städten das Wasser von Brunnenanlagen grün gefärbt. Betroffen sind nach Angaben der Protestbewegung Brunnenanlagen in 17 Städten, darunter Berlin, Hamburg, München, Dresden und Köln. Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam machen.

Der für die Aktion benutzte leuchtende Farbstoff Uranin sei ungiftig und werde unter anderem in der Wasserwirtschaft zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet, als Köder im Angelsport und für Badesalze. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit mit der Intensität nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen. Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden.

In Hamburg war unter anderem das Wasser von Springbrunnen des Parks Planten un Blomen mit grüner Farbe gefärbt.
In Hamburg war unter anderem das Wasser von Springbrunnen des Parks Planten un Blomen mit grüner Farbe gefärbt.
In Hamburg war unter anderem das Wasser von Springbrunnen des Parks Planten un Blomen mit grüner Farbe gefärbt.
Insgesamt färbten die Aktivisten das Wasser von Brunnen in 17 Städten.
Insgesamt färbten die Aktivisten das Wasser von Brunnen in 17 Städten.
Insgesamt färbten die Aktivisten das Wasser von Brunnen in 17 Städten.

Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufmerksam machen, der die Protestierenden „Greenwashing“ vorwerfen.

Vergangene Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen - in „Dunkelflauten“ mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.

Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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