Korea-Konflikt

Nordkorea kündigt Einsatz von Propaganda-Lautsprechern an

Ein nordkoreanischer militärischer Wachposten (l) und ein Lautsprecher sind an der Grenze zu sehen - aufgenommen von Südkorea aus. (Archivfoto)

Ein nordkoreanischer militärischer Wachposten (l) und ein Lautsprecher sind an der Grenze zu sehen - aufgenommen von Südkorea aus. (Archivfoto)

Wahl-O-Mat
Von dpa

Nordkorea hat angekündigt, entlang der Grenze zu Südkorea Lautsprecheranlagen zur Propaganda-Beschallung in Betrieb zu nehmen. Laut Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Jong Un, soll die Maßnahme noch im Laufe des Oktobers in Kraft treten. In den vergangenen Jahren hatten sowohl Nordkorea als auch Südkorea Propaganda-Lautsprecher wiederholt als Teil einer psychologischen Kriegsführung verwendet.

Kim Yo Jong bezeichnete den Schritt als „angemessene Reaktion“ auf angebliche Provokationen des südkoreanischen Militärs. Sie warf der südkoreanischen Armee vor, am Mittwoch an mindestens zwei Stellen Warnschüsse abgegeben zu haben. Zudem bezeichnete sie Südkorea als „abscheulichsten und widerwärtigsten Feind der Welt“. Die südkoreanische Militärführung hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Jong Un, hat die Wiederaufnahme der Propaganda-Lautsprecher entlang der innerkoreanischen Grenze angekündigt.

Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Jong Un, hat die Wiederaufnahme der Propaganda-Lautsprecher entlang der innerkoreanischen Grenze angekündigt.

Über die Lautsprecheranlagen hatten beide koreanischen Staaten in der Vergangenheit entlang der militärisch hochgerüsteten Grenze politische Propagandabotschaften gesendet, um die Bevölkerung auf der jeweils anderen Seite zu beeinflussen. Zudem hatte Nordkorea die Anlagen teilweise auch genutzt, um mit lauten Lärmgeräuschen die Bevölkerung entlang der Grenze gezielt zu belästigen.

Lage auf der koreanischen Halbinsel weiterhin angespannt

Die Beziehungen zwischen den zwei Koreas sind nach wie vor angespannt. Zuletzt hatte Nordkorea wiederholt Raketentests durchgeführt. Zudem sind am 21. September drei südkoreanische Soldaten durch eine von nordkoreanischen Landminen ausgelöste Explosion teils schwer verletzt worden, wie eine Untersuchung des südkoreanischen Militärs ergab. Nordkorea hat die Vorwürfe abgestritten.

Nordkorea und Südkorea befinden sich formell nach wie vor im Kriegszustand. Der Koreakrieg (1950-53) endete mit einer Waffenruhe, jedoch haben die zwei Staaten bislang keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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