Migration

Mehr als 40 Prozent weniger Schleuserkriminalität

Die Schleuserkriminalität ist stark zurückgegangen. (Symbolbild)

Die Schleuserkriminalität ist stark zurückgegangen. (Symbolbild)

Von dpa

Die in Deutschland entdeckte Schleuserkriminalität ist 2025 stark zurückgegangen - ebenso wie die unerlaubte Migration insgesamt. Dies zeigt ein neues Lagebild des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei. Demnach wurden insgesamt 4.622 Schleusungen registriert, 41,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Darunter sind 147 besonders schwere Fälle und solche, bei denen Menschen zu Tode kamen - ein Minus von 57,6 Prozent. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet den Trend als Erfolg konsequenten Handelns.

Es geht um kriminelle Geschäfte, bei denen Menschen ohne gültiges Visum oder Aufenthaltsrecht illegal ins Land gebracht werden. Die Zahl der geschleusten Personen gibt das Lagebild mit 4.190 an. Das entspreche einem Rückgang um 55,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Die häufigsten Nationalitäten in der Gruppe waren demnach Afghanen, Syrer, Türken, Somalier und Ukrainer.

Die deutschen Behörden gehen regelmäßig gegen Schleuser vor. (Archivbild)
Die deutschen Behörden gehen regelmäßig gegen Schleuser vor. (Archivbild)
Die deutschen Behörden gehen regelmäßig gegen Schleuser vor. (Archivbild)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt lässt alle deutschen Außengrenzen an festen Punkten kontrollieren. (Archivbild)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt lässt alle deutschen Außengrenzen an festen Punkten kontrollieren. (Archivbild)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt lässt alle deutschen Außengrenzen an festen Punkten kontrollieren. (Archivbild)

Brennpunkte blieben die östlichen Grenzen zu Polen und Österreich, allerdings mit starkem Abwärtstrend. Ein Teil verlagerte sich an die Westgrenzen. Die entdeckten mutmaßlichen Schleuser waren überwiegend junge Männer. Insgesamt wurden 3.088 Tatverdächtige registriert, ein Minus von 23,1 Prozent. Am stärksten vertreten waren Syrer, Deutsche, Türken, Ukrainer und Afghanen.

Der Rückgang der Schleusungen geht damit einher, dass insgesamt viel weniger Menschen unerlaubt einreisen als in den Jahren zuvor. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2025 insgesamt 187.220 Fälle von unerlaubter Einreise oder unerlaubtem Aufenthalt aus, 30 Prozent weniger als im Jahr davor (267.497 Fälle). Hauptherkunftsstaaten waren 2025 die Türkei, Syrien und Afghanistan.

„Weniger illegale Einreisen, mehr Kontrolle an den Grenzen, entschlossenes Vorgehen gegen Schleusernetzwerke - mit den Maßnahmen der Migrationswende setzen wir den Kurs für mehr Struktur, Sicherheit und Stabilität kontinuierlich fort“, erklärte Innenminister Dobrindt.

Aber auch nach Europa kamen 2025 dem Lagebild zufolge etwa ein Viertel weniger Menschen unerlaubt. Registriert wurden insgesamt 180.139 unerlaubte Übertritte an den europäischen Außengrenzen. Besonders stark ging die Migration über den Atlantik und das westliche Mittelmeer (minus 42 Prozent) sowie über die Balkanregion (minus 41,8 Prozent) zurück. Deutschland bleibe in Europa einer der Hauptzielstaaten, hält das Lagebild fest.

„Mit der vorübergehenden Wiedereinführung der Binnengrenzkontrollen ging eine erhöhte Kontrollintensität einher“, heißt es im Fazit von BKA und Bundespolizei. „Gleichwohl wurden deutlich weniger unerlaubt einreisende beziehungsweise geschleuste Personen registriert als im Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt die Lage an den Außengrenzen wider.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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