Telefongespräche

Kreml: Weder Putin noch Trump wollte zuerst auflegen

Trump gratuliert Putin nach Kremlangaben zum Geburtstag und wünscht ihm Erfolg. (Archivbild)

Trump gratuliert Putin nach Kremlangaben zum Geburtstag und wünscht ihm Erfolg. (Archivbild)

Von dpa

Nach Altkanzler Gerhard Schröder haben laut Kremlangaben auch US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Geburtstag gratuliert. Trump habe Putin während eines Telefonats Erfolg und Wohlbefinden gewünscht und auch nicht vergessen, Grüße von seiner Frau Melania zu übermitteln, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. Putin habe Trump dafür gedankt.

Das Telefonat - laut Kreml das sechste in diesem Jahr - lief der Darstellung nach positiv: Weder Putin noch Trump hätten als Erster auflegen wollen, sagte Uschakow. Putin hatte am Mittwoch seinen 74. Geburtstag gefeiert und seinen wegen eines privaten Termins in Moskau weilenden Freund Gerhard Schröder zu der Feier eingeladen.

Nach dem jüngsten Telefonat mit Putin hatte Trump einen Deal verkündet: Er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj übte scharfe Kritik und sagte, der Deal sei eine Investition in den Krieg gegen die Ukraine, den man beenden und nicht verlängern müsse.

Treffen von Putin und Trump auf Apec-Gipfel erwartet

Laut Uschakow sprachen Putin und Trump auch über den Krieg. Putin habe dabei deutlich gemacht, dass Russlands Haltung mit Blick auf die Ziele der „militärischen Sonderoperation“ unverändert bleibe. Putin schätze die Fokussierung von Trump und seinem Team auf einen Dialog mit Russland. Es werde erwartet, dass sich die beiden Präsidenten auf dem Wirtschaftsgipfel der Apec-Staaten Mitte November in China treffen könnten, ein Zeitpunkt müsse noch festgelegt werden.

Russland führt seit Ende Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Washington drängt beide Seiten seit Monaten zu einem Friedensschluss. Am vergangenen Mittwoch, Putins Geburtstag, hatte Russland die Ukraine besonders heftig angegriffen und dabei laut Behördenangaben mindestens 25 Menschen getötet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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