Nahost-Konflikt

Gaza-Hilfsflotte startet in Barcelona neuen Versuch

39 Boote der GSF-Flotte liefen in Barcelona aus. (Archivbild)

39 Boote der GSF-Flotte liefen in Barcelona aus. (Archivbild)

Von dpa

Über ein halbes Jahr nach einem ersten gescheiterten Versuch ist die Gaza-Hilfsflotte „Globale Sumud-Flottille“ (GSF) erneut in Richtung der Konfliktregion im Nahen Osten aufgebrochen. Nach einer mehrtägigen wetterbedingten Verzögerung seien nun 39 Boote mit rund tausend Aktivisten aus zahlreichen Ländern an Bord in der spanischen Küstenmetropole Barcelona in See gestochen, teilte die Organisation mit.

Die propalästinensischen Aktivisten wollen erneut versuchen, mit Dutzenden Booten die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. Die Flotte werde von einem Schiff der spanischen Hilfsorganisation Open Arms und vom Arctic Sunrise des Umweltverbandes Greenpeace, einem früheren Eisbrecher, begleitet, hieß es.

Die propalästinensischen Aktivisten wollen Hilfsgüter in die Konfliktregion bringen. (Archivbild)
Die propalästinensischen Aktivisten wollen Hilfsgüter in die Konfliktregion bringen. (Archivbild)
Die propalästinensischen Aktivisten wollen Hilfsgüter in die Konfliktregion bringen. (Archivbild)
Im ersten Abschnitt geht es zunächst nach Sizilien. (Archivbild)
Im ersten Abschnitt geht es zunächst nach Sizilien. (Archivbild)
Im ersten Abschnitt geht es zunächst nach Sizilien. (Archivbild)

Im ersten Abschnitt der Überfahrt wird die Flotte nach eigenen Angaben über das Mittelmeer nach Sizilien fahren, wo sie mit GSF-Delegationen aus Italien und Frankreich zusammentreffen wird. Die „Globale Sumud-Flottille“ war voriges Jahr von mehreren internationalen Aktivisten-Netzwerken gegründet worden. „Sumud“ heißt auf Arabisch Standhaftigkeit.

Israel hat in der Vergangenheit Versuche von Aktivisten, die Seeblockade vor dem Gazastreifen zu durchbrechen, stets verhindert. Bei einem vorherigen Versuch war die vorwiegend aus privaten Segel- und Motorbooten bestehende „Globale Sumud-Flottille“ im Herbst 2025 von israelischen Spezialeinheiten gestürmt und am Erreichen der Konfliktregion gehindert worden. Die Aktivisten, darunter die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, wurden in Gewahrsam genommen und anschließend ausgewiesen.

„Wir wissen nicht, was uns erwartet. Wir wissen nicht, wie weit wir kommen werden“, räumte der Gründer von Open Arms, Òscar Camps, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Europa Press ein. Ziel der Aktion sei, „das Geschehen in Gaza wieder in den medialen Fokus zu rücken, weil es in den Hintergrund geraten ist“. Mehr als 700 Menschen seien „in diesen Monaten der Waffenruhe, die keine wirkliche war, getötet“ worden. Man müsse dort den „Völkermord stoppen“ und mit dem Wiederaufbau Gazas beginnen, forderte Camps.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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