Notfälle

Wohnhaus im Libanon eingestürzt - 14 Tote

Viele Gebäude im Libanon sind einsturzgefährdet.

Viele Gebäude im Libanon sind einsturzgefährdet.

Von dpa

Beim Einsturz eines Wohnhauses im Libanon sind 14 Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchten nach dem Einsturz in der Küstenstadt Tripoli gestern Abend unter den Trümmern nach Überlebenden. Acht Bewohner, darunter ein Kind, seien gerettet worden, teilte der libanesische Zivilschutz in der Nacht mit. Dessen Generaldirektor Imad Chrasich erklärte heute früh, dass der Rettungseinsatz beendet sei.

In dem kleinen Land am Mittelmeer sind nach Angaben des Immobilienverbands LPA rund 16.000 Gebäude oder mehr einsturzgefährdet, die meisten davon in der Hauptstadt Beirut sowie in Tripoli im Norden. In Beirut hat die schwere Explosion im Hafen von Beirut im Jahr 2020 die Einsturzgefahr an einigen Gebäuden durch die damals schwere Erschütterung noch erhöht.

Rettungskräfte und Anwohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes.
Rettungskräfte und Anwohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes.
Rettungskräfte und Anwohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes.
Mindestens 14 Menschen sind bei dem Einsturz ums Leben gekommen.
Mindestens 14 Menschen sind bei dem Einsturz ums Leben gekommen.
Mindestens 14 Menschen sind bei dem Einsturz ums Leben gekommen.

In Tripoli zogen Anwohner nach der Katastrophe wütend auf die Straße. Einige fuhren laut einem Bericht der Staatsagentur NNA mit Motorrädern zu den Büros örtlicher Politiker und beschädigten Barrikaden.

Der Libanon steckt seit Jahren in einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte. Die örtliche Währung hat seit 2019 mindestens 98 Prozent ihres Werts verloren. Weil Preise für Baumaterial extrem gestiegen sind, können sich viele Bauunternehmer, Eigentümer und Mieter keine Reparaturen leisten und dringend notwendige Sanierungen werden verzögert.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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