Zusammenstoß in Bremerhaven

Windböe löste Unfall von Kreuzfahrtschiff aus

Die Passagiere können auf dem Schiff bleiben.

Die Passagiere können auf dem Schiff bleiben.

Wahl-O-Mat
Von dpa

Auslöser für den Unfall des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“ war eine Windböe. Das teilte die Polizei am Morgen mit. Am späten Sonntagabend wurden bei einem Zusammenstoß mit dem Tui-Schiff in Bremerhaven insgesamt drei Schiffe beschädigt.

Das nahezu voll besetzte Kreuzfahrtschiff sollte am Abend in Richtung Kanaren aufbrechen. Beim Auslaufen wurde es nach Polizeiangaben von Schleppern unterstützt als eine Böe das Schiff erfasste. Es sei daraufhin auf zwei Containerschiffe zugetrieben, die an der Stromkaje festgemacht hatten. An dem kleineren Containerschiff sei ein leichter Schaden entstanden, bei dem größerem ein erheblicher. Auch das Tui-Schiff wurde erheblich beschädigt. Auf Bildern waren kaputte Rettungsboote zu sehen.

Am Morgen ankert die «Mein Schiff 3» wieder am Kreuzfahrterminal.
Am Morgen ankert die «Mein Schiff 3» wieder am Kreuzfahrterminal.
Am Morgen ankert die «Mein Schiff 3» wieder am Kreuzfahrterminal.
Die Rettungsboote sind zerstört.
Die Rettungsboote sind zerstört.
Die Rettungsboote sind zerstört.

„Durch den Zusammenstoß wurde die Backbordseite des großen Containerschiffs auf mehreren Metern aufgerissen und Containerführungen deformiert“, teilte die Polizei mit. Die Schäden befänden sich jeweils mehrere Meter über der Wasserlinie. Bei keinem der Schiffe sei es zu einem Wassereinbruch oder Verletzten gekommen. Das Kreuzfahrtschiff fuhr nach dem Unfall zurück zum Kreuzfahrterminal. Alle drei am Unfall beteiligten Schiffe wurden mit einem Auslaufverbot belegt.

Passagierin: „Ich glaube, das war es mit der Reise“

Tui Cruises bestätigte den Unfall. Die „Mein Schiff 3“ sei wieder am Pier, wo der entstandene Schaden begutachtet werde. Zum Unfallzeitpunkt waren demnach 2.428 Gäste und 922 Crewmitglieder an Bord. Verletzte gebe es nicht. Alle könnten vorerst an Bord bleiben. Fachleute seien vor Ort und untersuchten die Lage. „Weitere Informationen werden wir bereitstellen, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen“, so die Sprecherin.

Auf einem von der Deutschen Presse-Agentur verifizierten Augenzeugenvideo vom Abend ist zu sehen, wie das Kreuzfahrtschiff von Schleppern begleitet bei deutlichem Wellengang ausläuft. Der Abstand zu einem an der Hafenmauer liegenden Containerschiff wird immer kleiner, dann rammt das Kreuzfahrtschiff das Containerschiff, das Video ruckelt. „Ich glaube, das war es mit der Reise“, sagt eine Frau in dem Video.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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