Wer hat an der Uhr gedreht?

Warum wir uns auf die Winterzeit einstellen müssen

Die Winterzeit steht bevor, am Sonntagmorgen (25. Oktober) werden die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. (Symbolbild)

Die Winterzeit steht bevor, am Sonntagmorgen (25. Oktober) werden die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. (Symbolbild)

Wahl-O-Mat
Von dpa

Immerhin: Die Menschen können am Sonntag länger schlafen. Mit Beginn der Winterzeit werden in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas am Sonntagmorgen (25. Oktober) die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Bei dieser doppelt erscheinenden Stunde wird die erste Stunde als 2A und die zweite Stunde als 2B bezeichnet. Bis zum 28. März 2027 gilt dann wieder die Normalzeit, auch Winterzeit genannt.

Die Umstellung wurde 1980 in Deutschland wieder eingeführt, um Energie zu sparen. Ziel ist eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit.

Kritik an Zeitumstellung

Zuständig für die automatische Umstellung von Uhren in Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Experten der Behörde sorgen dafür, dass über einen Langwellensender mit Namen DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren der Industrie mit dem Signal versorgt werden.

Für viele Menschen bedeutet das Zurückdrehen der Zeiger um eine Stunde vor allem eines - eine Möglichkeit für etwas längeren Schlaf. Doch es gibt auch Kritik daran: Die Umstellung stifte Verwirrung und könne die innere Uhr durcheinanderbringen, argumentieren Gegner. Manche Menschen klagen über Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Migräne. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf- und Darm-Erkrankungen sowie für Schlaganfälle ist Studien zufolge erhöht

EU-Staaten können sich nicht einigen

Für eine Abschaffung der Zeitumstellung bräuchte es eine europaweite Lösung, die bislang nicht in Sicht ist. Die Europäische Kommission hatte zwar 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden, weil sich zuvor mehr als 80 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung dafür ausgesprochen hatten.

Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Staaten selbst entscheiden sollten, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Sie sollen sich absprechen, damit es keine Probleme etwa für den Binnenmarkt gibt. Aber die EU-Staaten können sich seit Jahren nicht auf eine Position einigen. Eine Studie zu den Folgen einer möglichen Abschaffung der Zeitumstellung soll früheren Angaben zufolge bis Ende des Jahres fertig sein.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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